„April April“: Kreative zeigen Arbeiten bei „Artikel 5“

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Launig und vor allem lustig: Die Organisatoren der neuen Schau „April April“ haben ein kunterbuntes Kompendium mit insgesamt 27 Kollegen zusammengetragen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. April, April, der macht was er will. Nicht nur von der meteorologischen Seite her ist dieser Monat immer für eine Überraschung gut. Auch die aktuelle Ausstellung in der Galerie „Artikel 5“ mit dem Titel „April April“ zeigt die bunte und kreative Vielfalt von 27 Künstlern.

Das Thema ist dementsprechend alles und nichts. Keine Richtlinien und keine Vorgaben –stattdessen ein Hoch auf die freie Entfaltung jedes Einzelnen. „Das Besondere ist, dass passend zum Monat viele Kunstwerke scherzhaft gemeint sind. April, April, jeder macht, was er will – das beschreibt genau das, was hier zu sehen ist“, erzählt Anett Hoffmann, die selbst zwei Fotografien der Berliner Reichskuppel präsentiert.

Es ist schon die fünfte Ausstellung unter genau diesem Thema. Viele der beteiligten Künstler stellen deshalb bereits das dritte oder vierte Mal aus; einige sind aber auch neu hinzugestoßen, etwa aus Belgien oder den Niederlanden. Und sogar die „große Szene“ Berlins ist durch die Künstlerin Katrin Salentin vertreten. Die weiteste Anreise werden aber wohl die Bilder der Amerikaner Pascal J. Walker und The Terrible T. gemacht haben.

Bei den „heimischen“ Künstlern fallen dem Betrachter sofort die Graffiti-Bilder von Lazy 65 auf. Da schauen sich nämlich Oberbürgermeister Marcel Philipp und kein Geringerer als US-Präsident Barack Obama in die Augen. Das ist Lokalpatriotismus über die Grenzen hinaus.

Überhaupt weiß man in der gerade mal 34 Quadratmeter großen Galerie gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Aber dank der 4,70 Meter hohen Decken findet jedes Kunstwerk seinen Platz. Ela Schwartz etwa hat in ihren Arbeiten die fünf mal fünf Zentimeter großen Passbilder von Familie und Freunden erst auf Leinwand gemalt und sie anschließend in eine Säule aus Ytong, einem Dämpfstoff, gefasst. Im Gegensatz dazu steht ihr großer Billardspieler, der leicht verschwommen auf den Betrachter hinab zu schauen scheint.

50 Arbeiten hängen, stehen und liegen insgesamt in dem kleinen Raum, bei dem schnell deutlich wird: Platz für Kunst ist auch in der kleinsten Hütte. Und die bunte Zusammenstellung unterstreicht einmal die Kreativität aller Beteiligten.

Die Ausstellung in der Galerie „Artikel 5“, Bahnhofstraße 33, ist noch bis zum 4. Mai jeweils an den Samstagen von 12 bis 15 Uhr zu sehen.

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