Aachen - Ansetzen, wo Jugendliche betroffen sind

Ansetzen, wo Jugendliche betroffen sind

Von: Thorsten Karbach
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Verstehen sich als Ansprechpar
Verstehen sich als Ansprechpartner für Probleme von Schülern: Phillip Eischet (CDU, links) und Andor Schmitz (SPD, rechts) haben eine neue Inititative gestartet - fraktionsübergreifend. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Eine saubere Sache soll dieses Engagement werden - wenn beispielsweise Schultoiletten allzu schmutzig sind. Die beiden Aachener Jungpolitiker Phillip Eischet und Andor Schmitz starten eine parteiübergreifende Initiative.

„Gemeinsam stark. Gemeinsam für Aachens Schüler!”, heißt sie und soll auf auf die Probleme und Missstände aber auch die Interessen der Aachener Schüler hinweisen - von der schmutzigen Toilette über miefige Turnhallen bis zu fehlenden Büchern.

Man kennt sich seit vielen Jahren

Schmitz und Eischet kennen sich seit vielen Jahren. Der 21-jährige Schmitz war zwei Jahre Vorsitzender des SPD Schüler, sein Verband galt nach dem in Hamburg als der zweitaktivste im Jahr. Der 19-jährige Eischet war zwei Jahre Vorsitzender der Aachener Schüler Union und drei Jahre an der Spitze der NRW Schüler Union. Dem Nachwuchs sind sie entwachsen, nun sind sie die jüngsten Fraktionsmitglieder und vertreten SPD beziehungsweise CDU um Schulausschuss. Und dort wollen sie fortführen, was sie als Jugendliche begonnen haben: „Wir haben uns immer für Politik für Schüler über die Parteigrenzen hinweg eingesetzt”, sagt Schmitz. „Und wir wollen auch weiterhin der Sache dienen, arbeiten deswegen parteiübergreifend und können auch nicht auf die Landtagswahl Rücksicht nehmen.” Auch wenn das nicht allen Politikern in ihren Fraktionen gefällt.

Die Initiative soll letztlich auch Schüler für Politik begeistern. „Wenn man die Partizipation von Jugendlichen an der Politik voranbringen will, dann muss man dort ansetzen, wo die Jugendlichen betroffen sind - in der Schule”, sagt Schmitz. Und man müsse den Jugendlichen in ihrer Welt, in ihrer Lebenswirklichkeit begegnen. Deswegen haben die beiden Jungpolitiker als Kontakt eine E-Mail-Adresse (gemeinsamfueraachen@web.de) und die Facebook-Seite „Gemeinsam für Aachen” eingerichtet. Schnell, einfach, unkompliziert, unbürokratisch - so soll die Initiative ablaufen. „Durch unser Alter und unsere Biografie haben wir eben einen anderen Zugang zu den Jugendlichen. Aber Politik muss sich insgesamt überlegen, wie sie diese Zielgruppe erreichen können. Ich kann Jugendliche verstehen, wenn sie keinen Bock auf Politik haben”, meint der Sozialdemokrat.

Probleme anhören und helfen

In zwei, drei Monaten wollen sie wissen, ob sie mit ihrer Initiative diesen Zugang gefunden haben. BWL-Student Eischet und Jura-Student Schmitz verstehen sich dabei als eine Art Beratungs- und Informationsstelle. Sie wollen sich Probleme anhören, aufzeigen, wo und wie Hilfe gegeben werden kann. Wollen Themen in Fachkonferenzen und Schulausschuss einbringen, wenn es notwendig ist. „In jedem Fall können wir die Probleme der Schüler ins unsere Fraktionen tragen”, erklärt Eischet.

Dann würden auch die Skeptiker unter den Parteikollegen aufhorchen. „Wir wollen, dass der Erfolg uns recht gibt. Manchmal kann man auch was von der Jugend lernen.” Und das wäre nun wirklich eine saubere Sache, finden Eischet und Schmitz.
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