Anne-Frank-Gymnasium: Bunte Blumen gegen Rassismus

Von: Kristina Toussaint
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Farbenreiches Statement gegen Intoleranz: Die Schüler der Anne-Frank-Schule haben mit dem Künstler Señor Schu das große Wandbild gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit geschaffen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Im Dezember erst wurde das Laurensberger Anne-Frank-Gymnasium als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet. Ein Titel, der mit der Verpflichtung einhergeht, für ein offenes, tolerantes Klima zu sorgen und sich weiter mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Gemeinsam mit dem lokalen Künstler Señor Schnu haben Schüler der Mittelstufe nun ein Kunstwerk an die Wand gebracht, dass täglich erinnert: „Alle anders – alle gleich“.

Aus dem Spruch, von den Schülern selbst aus verschiedenen Vorschlägen ausgewählt, hat Street Art-Künstler Señor Schnu einen Entwurf für das Wandbild entwickelt. Umgeben ist der Schriftzug von den verschiedensten Blumen: Diese seien alle unterschiedlich, aber doch fielen sie alle unter die Kategorie „Blumen“ und vor allem – alle seien auf ihre Art schön, so der Künstler.

Titel ist gesichert

Die floralen Motive haben die rund 60 beteiligten Schüler selbst ausgewählt und entsprechende Schablonen zugeschnitten, erzählen Linn und Lea. Die beiden 13-Jährigen haben im vergangenen Jahr mit ihrer Klasse Unterschriften gesammelt, um den Titel „Schule ohne Rassismus“ zu erhalten – erforderlich ist, dass mindestens 70 Prozent der Schüler eine Erklärung gegen Rassismus unterzeichnen.

Neben der gemeinsamen Arbeit am Bild war es Kunstlehrerin Anna von Fürstenberg, die das Projekt initiiert hat, wichtig, dass der Stil von Señor Schnu klar zum Vorschein kommt. Neben dem Eis am Stil – der „Marke“ des Künstlers, die überall in der Stadt zu entdecken ist – wird das besonders an der kalligraphischen Schriftführung deutlich. Die passt sogar in den Lehrplan, erklärt Fürstenberg: Für die achte Klasse ist die Beschäftigung mit Schrift vorgesehen.

Mit Sprühfarbe und den zugeschnittenen Schablonen wurde das Statement gegen den Rassismus dann auf dem Schulhof bunt geschmückt. Als „Leinwand“ für das Kunstwerk dienen Seiten aus vergangenen Ausgaben unserer Zeitung – von den Schülern im Rahmen des Deutschunterrichts gelesen. Ausgewählt wurden Artikel, die mit dem Thema Rassismusvermeidung verknüpft sind. Einige Stellen wurden daraufhin nur so dünn mit Farbe besprüht, dass Schlagzeilen oder Bilder noch durchscheinen können – unter anderem kann man bei genauem Betrachten ein Bild von Anne Frank erkennen.

An zwei Tagen haben die Schüler der Mittelstufe an ihrem Kunstwerk gegen den Rassismus gearbeitet – insgesamt acht Stunden lang. Dank des Zeitungspapier – Untergrundes konnte das vier mal fünf Meter große Bild dann als „Paste-up“ wieder an die Wand im Treppenhaus gekleistert werden – von nun an eine tägliche Erinnerung, wie schön Buntes ist und dass es sich lohnt, Rassismus mit Courage entgegen zu treten.

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