Annagemeinde nimmt Kirche wieder in Besitz

Von: Jutta Katsaitis-Schmitz
Letzte Aktualisierung:
6228464.jpg
Frisch saniert: Die Annakirche ist unter großer Anteilnahme der Gemeinde wieder ihrer Bestimmung übergeben worden. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Mit spürbarer Freude nahm die Gemeinde der evangelischen Annakirche am gestrigen Sonntag wieder Besitz von ihrem Gotteshaus. Nach neuneinhalb Monaten der Sanierung und Restaurierung erstrahlt die Kirche in neuem Glanz.

Und wenn der Psalm 84 – „Gott der Herr ist Sonn und Schild“ – nicht schon allein durch die bewegende und großartig vom Aachener Bachverein und dem Anna-Orchester dargebotene Bach-Kantate zum Mittelpunkt des Festgottesdienstes wurde, so fielen als Bestätigung dazu die Sonnenstrahlen durch die aufwendig restaurierten Kirchenfenster.

Der Kirchenraum bot nicht genügend Platz für die Gläubigen. Viele erlebten den Gottesdienst nur vom Eingangsbereich aus, andere saßen sogar auf dem Boden ihrer „guten Stube“. Gestaltet wurde der Gottesdienst durch alle fünf Predigerinnen und Prediger des Gemeindebereichs Aachen-Mitte: Pfarrer Armin Drack, Pfarrer und Pfarrerin Joachim und Bärbel Büssow, Pfarrerin Sylvia Engels und Prädikant Gunnar Heuschkel.

Zur Eröffnung des Festgottesdienstes erklang Georg Friedrich Händels „Wassermusik“, gespielt auf der Weimbs-Orgel, die während der Sanierungsarbeiten seit Oktober vergangenen Jahres in hochwertigem Massivholz verschalt und „eingehaust“ worden war, um sie vor Beschädigungen zu schützen.

Und während die Menschen die edle Schlichtheit des restaurierten Kirchenraumes bewunderten, eröffneten unter der Leitung von Kantor und Organist Georg Hage einhundert Sängerinnen und Sänger des Aachener Bachvereins und eines Kantatenchores sowie das Anna-Orchester mit der imposanten Bach-Kantate „zum Mitsingen und Mitspielen“ zugleich die 40. Aachener Bachtage 2013. Als Solisten wirkten mit: Andrea Nübel (Sopran), Harald Maiers (Altus) und Agris Hartmanis (Bass). Es war ein konzertantes, tief beeindruckendes Erlebnis für alle Zuhörer. Am Ende des Gottesdienstes gab es aOvationen.

In ihrer Predigt spannte Pfarrerin Bärbel Büssow einen Bogen zwischen dem Psalm „Freude am Hause Gottes“ in der Lutherbibel und der Bach-Kantate. „Im Unterschied zu uns ist der Psalmbeter noch nicht beim Festgottesdienst angekommen, er ist noch unterwegs zum Laubhüttenfest in Jerusalem. Der Tempel ist für ihn ein Ort der Geborgenheit“, sagte die Pfarrerin.

Baukirchmeister Harald Lange dankte am Schluss des Festgottesdienstes allen Beteiligten, die in den insgesamt zwölf Monaten an der Sanierung mitgewirkt hatten. Das Dach wurde erneuert, eine komplette Heizung eingebaut. Vier Planungsbüros, die Denkmalpflege und das Landeskirchenamt waren mit einbezogen, ebenso 16 Handwerkerfirmen aus der Region Aachen sowie die Bauabteilung der Gemeinde. Die Kosten betrugen 950.000 Euro.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert