Anmeldezahlen: Dickes Minus am Couven, großes Plus an St. Leonhard

Von: Thorsten Karbach
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Aachen. Adolf Bartz sagt, wie es ist. „Das ist ein außerordentlich schlechter Wert”, erklärt der Schulleiter des Couven-Gymnasiums. Denn „nur” 87 Kinder wurden nach AZ-Informationen für ein fünftes Schuljahr an der Lütticher Straße angemeldet. Im letzten Jahr waren es 142.

Das Gymnasium war fünfzügig, konnte also fünf fünfte Klassen eröffnen. Im städtischen Schulentwicklungsplan ist es - wegen insgesamt rückläufiger Schülerzahlen - vierzügig angelegt, nun reichen die Anmeldungen zunächst einmal für drei Klassen.

Wenn man so will, zählt das Couven damit zu den Verlierern des Anmeldeverfahrens. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Gewinner. So wie das Gymnasium St. Leonhard. Dort haben sich nach AZ-Informationen rund 130 Kinder angemeldet - im letzten Jahr waren es „nur” 71. Damit profitiert die Schule offensichtlich von der Entscheidung, den verpflichtenden Ganztagsunterricht einzuführen. Allerdings: Im Schulentwicklungsplan ist das Innenstadtgymnasium dreizügig, könnte also bei einer maximalen Klassengröße von 30 Kindern 90 aufnehmen.

Am Mittwoch wird verteilt

Noch sind es inoffizielle Zahlen. Am Mittwoch werden alle Schulleiter mit Dezernent Wolfgang Rombey, der städtischen Fachbereichsleitung und Vertretern der Bezirksregierung im Einhard-Gymnasium zusammensitzen, um die Schülerströme so zu verteilen, dass jedes Kind ein passendes Angebot bekommt. Erst danach sollen Zahlen veröffentlicht werden.

Dann wird unter anderem verkündet, dass die Startzahlen für den Schulverband Aachen-Ost im Soll liegen. Wie im Vorjahr liegen für die Hugo-Junkers-Realschule dem Vernehmen nach 70 Anmeldungen vor. Für das Geschwister-Scholl-Gymnasium sind es 47. Hier waren es im Vorjahr „nur” 42 Anmeldungen. An der Hauptschule Aretzstraße sind es erst einmal 24 Anmeldungen. „Das wäre eine ganz gute Basis”, sagt Schulleiter Manfred Paul.

Die Frage ist hier wie anderswo, was mit den Überhängen der Gesamtschulen sein wird. Zumindest an der Gesamtschule Brand müssen wieder viele Kinder abgelehnt werden. Dort liegen fast 320 Anmeldungen vor, Platz war zuletzt aber immer nur für 174 Schüler. An der Maria-Montessori-Gesamtschule gab es in der Vergangenheit auch nicht mehr Plätze. Diesmal sind es etwa 215 Anmeldungen. In der Summe gilt es nun, für rund 180 Kinder ein alternatives Schulangebot zu finden.

Mit mehr gerechnet

An der Aachener David-Hansemann-Realschule herrscht dagegen verkehrte Welt. Im letzten Jahr hat Leiter Hanno Bennemann mit 80 Anmeldungen gerechnet. 120 wurden es. In diesem Jahr zielte er durch die Kooperation mit dem Anne-Frank-Gymnasium auf die 120 und zählt nun 78 Anmeldungen. „Es ist kein Geheimnis, dass wir Realschulen hinter den Gesamtschulen nur zweite Wahl sind”, sagt er.

Beim Kooperationspartner AFG in Laurensberg ist die Zahl der Anmeldungen leicht gesunken. Von 88 auf 77 - das reicht für stabile Dreizügigkeit. Hier gibt es allerdings überdurchschnittlich viele Neuanmeldungen für die Oberstufe, und das Kooperationsmodell zwischen Gymnasium und Realschule scheint aufzugehen. Am Einhard gibt es nach AZ-Informationen 108 Anmeldungen (Vorjahr 130), am Inda 147 (161), am Kaiser-Karls-Gymnasium 89 (85), am Pius 127 (145), am Rhein-Maas 94 (110), am St. Ursula 84 (89) und am Viktoria-Gymnasium 128 (153). Die weiteren Zahlen werden spätestens im Schulausschuss am 18. März bekanntgegeben.
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