Angler sollen vergiftete Fische einfrieren

Von: Günther Sander
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Ein Fall für den heimischen K
Ein Fall für den heimischen Kühlschrank? Ein „Tipp” aus der Verwaltung, die toten Fische im Weiher von Schloss Schönau einzusammeln und daheim zu lagern, sorgt beim Richtericher Angelverein für Ärger. Foto: Steindl

Richterich. In einem aktuellen Antrag an Bezirksbürgermeisterin Marlis Köhne möchte die SPD-Fraktion der Bezirksvertretung Richterich mehr zum Thema Fischsterben im Weiher von Schloss Schönau erfahren. Das war am Mittwochabend Thema in der Sitzung.

Der Auslöser des Tiersterbens scheine zwar gefunden zu sein, merken die Sozialdemokraten an - entsprechende Informationen habe man den Medien entnehmen können. Vorschläge, wie kurzfristig eine Verbesserung der Situation geschaffen werden könne, seien zwar ebenfalls benannt worden - eventuell Fütterungsverbot, Entschlammung, Sauerstoffeintrag mittels Springbrunnen.

Aber die SPD will mehr. Denn das seien laut Fraktionssprecher Horst Werner aber nur Maßnahmen zur Bekämpfung der Symptome. Eine durchgreifende Verbesserung der Ökologie des Gewässers sei dadurch jedoch nicht zu erzielen. Dazu sei eine grundlegende Umgestaltung des Schlossweihers erforderlich, mit der dem Gewässer wichtige ökologische Funktionen zugestanden werden.

Dazu könnten der Rückbau des massiven Uferverbaus sowie die Einrichtung von Flachwasserzonen mit Schilfbewuchs und das Einbringen von Wasserpflanzen zur Reduzierung von Nährstoffen gehören. Ebenfalls müsse überprüft werden, wie viele Wasservögel und Fische das Gewässer in einem ökologisch guten Zustand vertrage und wie solch eine Begrenzung durchgesetzt werden könne. Die SPD beauftragt die Verwaltung mit der Erstellung eines Konzeptes zur naturnahen Entwicklung des Schlossweihers, ebenso möge sie einen Umsetzungsfahrplan vorlegen.

„Ganz Schlimmes” in dieser Sache hat Norbert Hamacher, Vorsitzender des Angelsportvereins Richterich, zu hören bekommen, wie er gegenüber unserer Zeitung berichtet. „Sammeln Sie doch einfach die toten Fische ein und lagern sie alle in Ihrem Kühlschrank”, sei ihm aus Reihen der Verwaltung geraten worden. „Das dürfen Sie so ruhig schreiben”, ist Hamacher erbost.

Enttäuscht spricht er von einer „schwerwiegenden Sache”. Der Verein habe Geld und eine Menge an Eigenarbeit in den Weiher investiert. Hamacher bemängelt denn auch die Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Er hat am Mittwoch mehrere Schreiben an Politik und Verwaltung verschickt. „Ich bin gespannt, wann ich etwas höre”, sagt er. Denn es gebe noch allerhand aufzuarbeiten.
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