Angela Merkel zum Wahlkampfauftritt am Abteitor

Von: Oliver Schmetz
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Aachen. Wegen Merkel müssen keine Läden schließen. Das hätte die Kanzlerin rund ums Abteitor wohl einige Sympathiepunkte gekostet und Angela Merkels dortigen Wahlkampfauftritt am 13. Mai um 11 Uhr vermutlich getrübt.

Denn insbesondere unter den Geschäftsleuten kursiert in Burtscheid seit einigen Tagen das Gerücht, dass beim Besuch der Kanzlerin in der Fußgängerzone aus Sicherheitsgründen etliche Geschäfte geschlossen werden müssen – und das ausgerechnet am Samstagvormittag, in den umsatzstärksten Stunden der ganzen Woche.

Doch dies ist tatsächlich – nur ein Gerücht. „Es müssen keine Geschäfte schließen“, sagt Christian Post, bei der Landes-CDU in Düsseldorf für den Bereich Organisation und Veranstaltungen zuständig. „Von Anfang an haben wir gesagt, dass das für uns bei dieser Veranstaltung das Ziel ist.“

Zwar sei bei den Sicherheitsbesprechungen, an denen unter anderem das Bundeskriminalamt, die Bundespartei, das städtische Ordnungsamt und die Feuerwehr beteiligt waren, zwischenzeitlich über vorübergehende Schließungen nachgedacht worden.

Doch habe man dies verworfen: „Denn dann wäre der Schaden ja größer als der Nutzen gewesen.“ Der Platz am Abteitor sei zwar recht klein für einen Auftritt der Kanzlerin, aber man erwarte am letzten Tag vor der Landtagswahl auch nur rund 1000 Besucher. „Und dann müssen wir uns den Gegebenheiten vor Ort anpassen und nicht umgekehrt.“

Möglicherweise ist durch die zwischenzeitlichen Überlegungen aber das Gerücht entstanden, das sich in Burtscheid zuletzt hartnäckig hielt. Manche Geschäftsleute gingen davon aus, dass sie schließen müssten, andere seien in großer Sorge wegen drohender Umsatzeinbußen, und keiner wisse etwas Konkretes, beklagt zum Beispiel Tine Goebels, Inhaber des Friseurladens „Viva Capelli“ am Burtscheider Markt. „Wir haben keinerlei Infos offizieller Art.“ Auch Polizei und Stadt wüssten von nichts.

Auf Anfrage bestätigt sich das zunächst. Bei der Stadt ist zu erfahren, dass möglicherweise zwei Geschäfte betroffen seien, in denen wegen der Absperrungen kaum Besucherverkehr möglich sein könnte. Ansonsten wird an die CDU als Veranstalter verwiesen.

Die Partei in Aachen wiederum verweist an die Bundespartei in Berlin, wo es heißt, die Landespartei in Düsseldorf sei zuständig. Und in der Landeshauptstadt sitzt Christian Post in der Parteizentrale und bedauert die möglicherweise nicht ganz optimale Informationspolitik: „Wir werden in den nächsten Tagen aber noch Gespräche mit den Geschäftsleuten vor Ort führen.“

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