Aachen - „Anfüttern” in Sachen Eifel-Krimi: Autorenlesung der „Mayerschen”

„Anfüttern” in Sachen Eifel-Krimi: Autorenlesung der „Mayerschen”

Von: Berthold Strauch
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Aachen. Natürlich, wenns um Krimis geht, ist „Gevatter Tod” stets mit von der spannenden Partie. Dazu garniert mit überdimensionalem Totenkopf, Grabtafel und finsterem, schwarzem Umhang.

Das Ambiente stimmte, als die Mayersche Buchhandlung zur vierten Auflage des Krimiabends „Mörderische Eifel” ihre Pforten öffnete. Die schillernde Mischung der präsentierten Profi- und Nachwuchs-Autoren dieses beliebten Genres passte exakt - und sorgte für ein ausverkauftes Haus und hellauf begeisterte Zuhörer. Das „Zugpferd” schlechthin, das erst den Begriff „Eifelkrimi” geprägt hat und bundesweit großen Erfolg bei seinen treuen Lesern findet, durfte bei diesem Ereignis selbstverständlich nicht fehlen: Jacques Berndorf alias Michael Preutte (73). Und der Meister der Szene hatte dabei etwas völlig Neues im Gepäck: ein Werk, das erst im Mai erscheinen wird. „Anfüttern” nannte er dieses Neugierigmachen aufs gedruckte Buch. Es trägt den Titel „Die Nürburgring-Papiere” (KBV-Verlag, 9,95 Euro).

Doch bevor der Altstar rezitierte, war erst einmal hoffnungsvolle „Newcomer” dran: sechs aufgeweckte Drittklässler der Grundschule im Simmerather Gemeindeteil Steckenborn. Die Jungs hatten, unter Anleitung der Roetgener Journalistin, Kulturpädagogin und Autorin Ingrid Peinhardt-Franke, ein spannendes Werk verfasst - und damit eine ganz neue Marke geprägt: den „Rursee-Krimi”.

Er spielt in Rurberg direkt an dieser Eifeler Talsperre - und auf dem dortigen Ortsfriedhof: „Das Geld im Grab”. Völlig unaufgeregt, ganz ruhig kamen die drei jungen Vorleser souverän rüber, während ihre drei Kollegen besonders aufmerksam hinhörten. Aus den Anfangsbuchstaben ihrer Vornamen haben sie ihr „Pseudonym” zusammengesetzt: Dygimose - Dylan Frings, Gino Renner, Markus Virnich, Oli Henn, Simon Knein und Eric Kauert. Auch Berndorf zeigte sich von den Formulierungen des Sextetts angetan. „Toll, dass die Jungen solch eine Chance zum Schreiben bekommen - die nicht jedem geboten wird.”

Zur Einstimmung aufs Böse griffen die Musiker Heribert Leuchter und Manfred Hilgers zu Bass, Saxophon und Klarinette und ließen bekannte Titelmelodien hören - von „16.50 Uhr ab Paddington” (Miss Marple) über den allgegenwärtigen „Tatort” der ARD bis zum verblichenen „Derrick”. Rolf Kramp, selbst Krimiautor („Mörders Ostern”) und Verleger, witzelte, er habe sich kurzerhand „die Tränensäcke von Horst Tappert angeklebt”, um authentischer zu wirken...

Abgerundet wurde der spannende Krimiabend durch die schwäbische Autorin Tatjana Kruse - und natürlich den Nordeifeler Krimiexperten Hubert vom Venn. Er ließ auch ein wenig seinen „Neuling” aufblitzen, in dem sein „Alter ego”, der Monschauer Journalist Charly Nusselein, in die kriminalistischen Ermittlungen eingreift. Fazit: ein gelungener Abend!
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