Aachen - Anfang Mai rollen die Bagger in die Gartenstraße

Anfang Mai rollen die Bagger in die Gartenstraße

Von: tih
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Aachen. Die Aufregung ist groß bei den Anwohnern der Garten- und Lochnerstraße, als die Stawag zur Informationsveranstaltung in die Kneipe „Kuckucksnest“ lädt. Ab Anfang Mai bis Ende des Jahres müssen intensive Bauarbeiten in den beiden Straßen am Westpark vorgenommen werden.

Man werde mit schwerem Gerät anrücken müssen. Das beunruhigt Anwohner und vor allem Eigentümer. Die Stawag versucht zu beruhigen.

Etwa 300 Haushalte sind von den Bauarbeiten betroffen. Baubeginn ist der 13. Mai dieses Jahres. Es handelt sich um eine abschnittsweise, also wandernde Baustelle. „Zuerst werden die Stromleitungen in der Lochnerstraße erneuert. Das sind kleine und nicht sehr tiefe Arbeiten. Dort wird es kaum zu Einschränkungen kommen“, beschreibt Diplom-Ingenieur Dagmar Kreitz-Schmelzer, Stawag-Bauleiterin. Im nächsten Schritt wird es komplizierter.

„In der Gartenstraße müssen wir den gesamten Kanal bis zur Ecke Vaalserstraße erneuern. Das wird in einer Tiefe von etwa vier Metern passieren. Neben den Kanalarbeiten müssen auch die Versorgungsleitungen für Gas, Wasser und Strom erneuert und stellenweise die Hausanschlüsse ausgetauscht werden“, so Kreitz-Schmelzer weiter. Die Versorgungsleitungen sind inzwischen über 50 Jahre und der Kanal bzw. die -anschlüsse sogar etwa 120 Jahre alt. Besonders das Austauschen der Kanalhausanschlüsse bereitet den Eigentümern Bauchschmerzen. Denn für diese Kosten müssen sie selbst aufkommen.

1000 Euro pro laufendem Meter

„Das wird pro laufenden Meter etwa 1000 Euro kosten“, meint Frank Hermanns von der Grundstücksentwässerung der Stawag. Man plane mit etwa sieben Metern für die Anschlüsse. Macht pro Haus einen Kostenpunkt von rund 7000 Euro. Neben den Kosten werden für alle Anwohner Einschränkungen in der ohnehin etwas chaotischen Parkplatzsituation am Westpark hinzunehmen sein.

„Alle Maßnahmen werden unter Vollsperrung des Durchgangsverkehrs vollzogen. Durch die stückweise Arbeit sollen möglichst wenig Einschränkungen entstehen“, beschreibt Kreitz-Schmelzer. Natürlich könne es zu Parkplatzengpässen kommen. Aber die Stawag wolle zusammen mit der Baufirma dafür sorgen, dass möglichst wenig Probleme entstehen und die Aus- und Einfahrten der Garagen stets erreichbar bleiben. „Die Zufahrt zur Tankstelle in der Lochnerstraße ist zu jeder Zeit und in jeder Bauphase möglich“, betont Kreitz-Schmelzer.

Für die Anwohner wird eine schwierige und nervenaufreibende Zeit anbrechen. Doch auch sie sind realistisch und wissen, dass die Arbeiten nötig sind: „Mit den Kosten für die Anschlussleitungen kommt natürlich ein großer Batzen Geld auf uns zu. Aber es ist sicher einfacher, jetzt direkt alles auf einmal zu machen, als dass jeder das in Eigenregie regeln muss“, sagt Christine Fellows, Miteigentümerin und Anwohnerin.

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