Anderthalb Meter, riesige Hilfe für Volleyballer

Von: tka
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Aachen. Anderthalb Meter machen den Unterschied. Eine neue Ein-Feld-Turnhalle an der Bergstraße soll statt der üblichen 5,50-Meter-Deckenhöhe sieben Meter hoch gebaut werden und damit einen riesigen Unterschied ausmachen.

Denn diese sieben Meter Hallenhöhe sind für Volleyballspiele ab Verbandsliga vorgeschrieben, dennoch müssen fünf auf diesem Niveau spielende Aachener Vereine zum Teil mit Sondergenehmigungen in niedrigeren Hallen antreten - weil es in der Stadt nur zwei Ein-Feld-Turnhallen mit sieben Metern Hallenhöhe gibt. Eine steht an der Rhein-Maas-Straße, eine Am Höfling. Und dort gibt es laut Stadt keine freien Nutzungszeiten mehr. Die Alemannia-Frauen wiederum spielen zwar in einer Sieben-Meter-Halle, in der Volleyball-Bundesliga sind aber neun Meter vorgeschrieben. Auch hier braucht es eine Sondergenehmigung.

Insgesamt gibt es acht Dreifach-Turnhallen (je 1215 Quadratmeter Sportfläche), vier Zweifach-Turnhallen (je 810 Quadratmeter), 67 Ein-Feld-Turnhallen (je 405 Quadratmeter) und 14 Gymnastikhallen (je 196 Quadratmeter) in Aachen - wobei nach den beiden Brandstiftungen in Brand eine Dreifach- und eine Ein-Feld-Turnhalle nicht genutzt werden können. Mit diesen Hallen sind es insgesamt 93 „gedeckte Sportanlagen” mit einer Spielfläche von 42839 Quadratmetern. Das entspricht der Größe der Münchener Theresienwiese, wo das Oktoberfest statt findet.

Die Halle an der Minoritenstraße wird aufgegeben, das hat der Sportausschuss im September beschlossen. Dafür wird es zwei neue Ein-Feld-Turnhallen geben - eine davon an der Bergstraße (zwischen Kindergarten und den Schulgebäuden Sandkaulstraße). Die ursprünglichen Investitionskosten waren mit 1,1 Millionen Euro angeführt, doch da war noch von einer normalen Deckenhöhe ausgegangen worden. Bei einer Hallenhöhe von sieben Metern wird mit einer Kostensteigerung von fünf bis zehn Prozent gerechnet. Nach Berechnungen des Gebäudemanagements sollen sich die Kosten auf maximal 1,2 Millionen Euro erhöhen.

Dafür gibt es eine deutliche Verbesserung für die Vereine. „Der Bedarf ist groß. Bei diesem Neubau haben wir die Chance sicherzustellen, dass dort wettkampfgerecht gespielt werden kann”, sagt Gerta Keller, kommissarische Leiterin des städtischen Sportamtes. Am Donnerstag wird der Sportausschuss (17 Uhr, Verwaltungsgebäude Mozartstraße) über die neue Planung beraten. Gegenwind für die luftige Deckenhöhe ist kaum zu erwarten, der Ruf nach Hallenzeiten allzu laut bei den Vereinen. „Auch sonst stoßen wir immer wieder an unsere Grenzen”, sagt Keller.
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