An der Burg Seffent wird aufgeforstet

Von: Matthias Hinrichs
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Morsches Gehölz musste weiche
Morsches Gehölz musste weichen: Etliche, meist über 60 Jahre alte Pappeln sind gegenüber der Burg Seffent an der Schurzelter Straße aus Sicherheitsgründen gefällt worden. Auf dem Privatgelände sollen jetzt Eschen, Ahorn- und Kirschbäume gepflanzt werden. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Mit Fassungslosigkeit und Zorn haben nicht wenige Anwohner die jüngste Fällaktion im Wäldchen gegenüber von Burg Seffent, zwischen Schurzelter Straße und Septfontainesweg, zur Kenntnis genommen. Dies zumal, da die zuständigen Behörden über einige Tage hinweg keine näheren Angaben über die Hintergründe der Aktion machen konnten.

„Es ist einfach nicht zu fassen, dass mitten im Landschaftsschutzgebiet ein solcher Kahlschlag passiert, während jeder Normalbürger sofort zur Rechenschaft gezogen würde, wenn er auch nur einen größeren Baum in seinem Garten fällen würde”, kritisierte etwa AZ-Leser Paul Driessen aus Laurensberg.

Fällung „dringend empfohlen”

„Die Maßnahme war aus Sicherheitsgründen unbedingt erforderlich”, stellte Johannes Frings, Forstamtsrat beim Regionalforstamt Rureifel-Jülicher Börde, jetzt auf AZ-Anfrage klar. So sei dem privaten Besitzer des besagten Areals bereits vor längerer Zeit dringend empfohlen worden, die vielfach über 60 Jahre alten Pappeln auf dem rund 0,8 Hektar großen Areal zu beseitigen.

„In der Tat haben wir vor allem etliche positive Reaktionen auf die Maßnahme erhalten”, unterstrich Frings. Der Großteil der Bäume sei nicht mehr stabil genug gewesen, in der Vergangenheit seien bereits einige der hölzernen Riesen umgestürzt, kurz: Die Verkehrssicherheit im Umfeld sei nicht mehr gewährleistet gewesen. Frings räumte ein, dass die Aktion im Vorfeld besser hätte kommuniziert werden können.

Da das Waldstück sich in Privatbesitz und außerhalb geschlossener Bebauung befinde, blieben Abholzungen grundsätzlich von der städtischen Baumschutzsatzung unberührt. „Eigentlich war die Maßnahme bereits für den Jahresbeginn geplant, durch die harten Winterwochen konnte sie aber erst später erfolgen”, erklärte Frings. Das hinter der nun 25 bis 30 Meter breiten Schneise gelegene Gebiet des Wildbachs sei durch die Fällungen in keiner Weise berührt. Geplant sei nun, das Wäldchen als sogenannten Auenwald insbesondere durch Anpflanzung von Eschen, Ahorn- und Kirschbäumen sowie natürlich wachsende Erlen aufzuforsten.
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