Aachen - An den Schulen rollen die Handwerker an

An den Schulen rollen die Handwerker an

Von: Annika Kasties
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Von der Fassade wird nicht viel übrig bleiben: Der Pavillon, in dem mittags die Schüler betreut werden, wird grundlegend saniert. Foto: Michael Jaspers
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Baustellenathmosphäre auf dem Schulgelände: Projektleiterin Brigitte Schuh (links) und Hildegard Souvignier vom Fachbereich Kinder, Jugend und Schule erläutern die Sanierungsmaßnahmen am Höfchensweg. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Von ruhigen Sommerferien kann an der Katholischen Grundschule Höfchensweg keine Rede sein. Auf dem Gelände herrscht Baustellenatmosphäre. Bagger wühlen den Boden auf. Es wird gehämmert und gebohrt. Sechs Wochen lang stehen statt rauchender Kinderköpfe staubende Maschinen auf dem Programm. Denn die Stadt lässt in den Ferien wieder intensiv arbeiten. Und zwar nicht nur am Höfchensweg.

26 Sanierungsmaßnahmen an 22 Schulen stehen für 2017 auf der Liste des Schulreparaturprogramms. Unter anderem werden Fassaden saniert, Akustikdecken in Klassenräumen angepackt und Grundleitungen erneuert. Dafür nimmt die Stadt dieses Jahr insgesamt 3,2 Millionen Euro in die Hand. Fünf Maßnahmen wurden bereits abgeschlossen.

Die mit Abstand aufwendigste produziert zurzeit am Höfchensweg – mitten im Grünen – ordentlich Geröll. Denn der Pavillon, in dem die Schüler in der Mittagszeit betreut wurden, muss grundlegend saniert werden. Dieser war vor rund 20 Jahren von der Schule errichtet worden und sei ganz schön „in die Jahre gekommen“, wie Manfred Lennartz, Leiter der Abteilung Gebäudemanagement, am Freitag betonte.

Die Fenster müssen vergrößert, die WC-Anlagen modernisiert werden. Zudem wird die Fassade erneuert und der gesamte Bau energetisch aufgerüstet. Kostenpunkt: rund 300.000 Euro. Ende des Jahres soll der frisch sanierte Pavillon fertig sein. „Unter Berücksichtigung des laufenden Schulbetriebs versuchen wir die lauten Arbeiten in die Sommer- und Herbstferien zu legen“, erläutert Brigitte Schuh, zuständige Projektleiterin beim Gebäudemanagement.

Denn Lärm haben die insgesamt 241 Grundschüler plus Lehrer laut Brigitte Schuh in den vergangenen Monaten bereits „tapfer ertragen“ müssen. Ein weiterer Pavillon, der in den 70er Jahren als „Behilfsbau“ errichtet worden war, wurde bereits im vergangenen Jahr abgerissen und für 1,2 Millionen Euro durch einen 400 Quadratmeter großen Massivbau ersetzt.

Die letzten Arbeiten wurden vergangene Woche fertiggestellt. Jetzt müssen nur noch Kisten ausgeräumt und Grünpflanzen im Außenbereich gepflanzt werden. Nach den Sommerferien können sich die Grundschüler selbst ein Bild von den neuen Räumen für den Kunst- und Musikunterricht machen. Dann werden vorübergehend auch die Betreuer in den Neubau ziehen bis ihre Räume im angrenzenden Pavillon fertig saniert sind.

Ein weiterer Brocken, den die Stadt dieses Jahr im Rahmen der Schulreparaturprogramms vor der Brust hat, findet sich an der Michaelsbergstraße in Burtscheid. An der Grundschule muss die Fassade für 450000 Euro erneuert werden. Derzeit laufen die Vorbereitungen. Die Arbeiten werden sich laut Lennartz bis ins nächste Jahr ziehen.

21 Millionen Euro für die Schulen

Dann wird es für die Schulen richtig spannend – und erst recht für die Handwerker. Ab 2018 erhält die Stadt nämlich im Rahmen des Programms „Gute Schule 2020“ knapp 21 Millionen Euro, gleichmäßig verteilt über vier Jahre. Mit dem Investitionsprogramm greift das Land den Kommunen bei der Sanierung und Förderung ihrer Schulen unter die Arme.

Es bietet ihnen Finanzierungsmöglichkeiten für Um- und Neubauten, Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen sowie für Ausbau und Verbesserung der digitalen Infrastruktur. Und zwar ohne dass die Kommunen einen Eigenanteil beisteuern müssen. „Dadurch können wir in den nächsten zwei bis drei Jahren viele Sanierungsmaßnahmen durchführen, für die wir sonst viel mehr Zeit hätten einplanen müssen“, betont Hildegard Souvignier vom Fachbereich Kinder, Jugend und Schule.

Eine entsprechende Prioritätenliste hat die Verwaltung Ende vergangenen Jahres erstellt. Ganz oben auf der Liste stehen der Neubau der KGS Bildchen an der Reimser Straße und der Neu-, Um- und Erweiterungsbau des Montessori-Zentrums in Eilendorf. Für beide Projekte kalkuliert die Stadt mit Kosten von insgesamt zehn Millionen Euro.

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