Aachen - Am Westbahnhof wollen die Grünen nicht warten

Am Westbahnhof wollen die Grünen nicht warten

Von: Thorsten Karbach
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Schnell Wohnraum schaffen: Die Aachener Grünen wollen die Planung fürs Kloster „Guter Hirte“ vorantreiben. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Fahrt nimmt am Campus West derzeit nur die Regionalbahn auf. So nehmen es jedenfalls Roland Jahn und Inken Tintemann von den Grünen wahr – und wollen, dass die Stadt die Entwicklung beschleunigt.

Konkret stellen der Vorsitzende des Mobilitätsausschusses und die sachkundige Bürgerin im Planungsausschuss einen Ratsantrag vor, der die Umgestaltung am Republikplatz, den Bau von zwei Brücken und die Planung von Wohnraum am alten Kloster „Guter Hirte“ forcieren soll. Insbesondere für Letzteres sei es höchste Zeit, es ist alles andere als ein gut gehütetes Geheimnis, dass in Aachen Wohnraum gesucht wird und am „Guten Hirten“ könne Abhilfe geschaffen werden.

„Wir wollen für das gesamte Areal schon mal eine Art Startschuss geben“, betont Jahn. Aktuell sieht er die Signale am Campus West(bahnhof) nämlich auf Rot stehen, die Gesamtplanung des Bau- und Liegenschaftsbetriebs an Hand des politisch beschlossenen Masterplans stocke. Die Stadt müsse Initiative ergreifen und Bebauungspläne aufstellen – wo es möglich sei. Das heißt aber auch, dass die gewünschte Brücke zum Bahnsteig des Bahnhaltepunkts Aachen-West selbst finanziert werden müsste. Die Bahn hat kein Interesse, einen alternativen Weg zur schäbigen Unterführung zu schaffen. „Die wird sich nicht beteiligen“, sagt Jahn. „Wir wollen die Planung nun frühzeitig anstoßen“, betont Tintemann – zeitnah lässt sich eine Lösung ohnehin nicht realisieren. Bis 2015 steht am Republikplatz, wo die Brücke vom Seffenter Weg aus hingeschlagen werden soll, ein Hörsaalprovisorium (im Weg). Eine zweite Brücke sehen die Grünen Richtung Campus Melaten, wo die Baustelle groß und größer wird. Für Fahrräder ist sie bereits beschlossene Sache, der ÖPNV soll den Zweirädern folgen.

Wenn das Atelierhaus spätestens 2016 ins umgebaute „Depot“ an der Talstraße zieht, soll die alte Heimat am Kloster nach Vorstellungen der Grünen umgehend Anziehungspunkt für junge Familien werden – insbesondere von RWTH-Mitarbeitern. „Ein Top-Standort, stadtnah, direkt am Lousberg“, sieht Jahn. Nach der Sommerpause soll das alles diskutiert werden und die Planung Fahrt aufnehmen.

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