Am Stauweiher ist das Ende der Ebbe in Sicht

Von: Oliver Schmetz
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Ende der Ebbe in Sicht: Seit über einem Jahr ist der Wasserspiegel im Stauweiher Kupferbach abgesenkt, weil der Damm undicht ist. Jetzt haben die Sanierungsarbeiten begonnen. Foto: Michael Jaspers
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Ende der Ebbe in Sicht: Seit über einem Jahr ist der Wasserspiegel im Stauweiher Kupferbach abgesenkt, weil der Damm undicht ist. Jetzt haben die Sanierungsarbeiten begonnen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Weil der Damm undicht ist, herrscht am Stauweiher Kupferbach im Aachener Süden schon seit langem Ebbe: Bereits im November 2015 hatte die Bezirksregierung Köln die Stadt Aachen aufgefordert, den Wasserspiegel in der bei Anglern und Spaziergängern beliebten Anlage zu senken.

Fachleute der Stadt hatten zuvor mit Hilfe einer im Jahr 2005 bei der letzten Sanierung installierten Mess- und Kontrollanlage festgestellt, dass mehr Wasser durch den Deich sickerte, als für den Weiher und die Umgebung gut war.

Nachdem zehn Jahre lang alles dicht geblieben war, ging man nun davon aus, dass an der 90 Jahre alten Stauanlage „möglicherweise Handlungsbedarf besteht“, wie es seinerzeit seitens der Stadt hieß. Was die folgenden Untersuchungen bestätigten: Eine im Innern des Damms liegende Dichtungstonschicht war auf einem etwa 20 Meter langen Stück gleich an mehreren Stellen durchlässig geworden. Aber erst jetzt, 14 Monate später, schreitet man zur Tat: Anfang der Woche haben die Sanierungsarbeiten begonnen.

Baufirma mit Terminproblemen

Der Zeitverzug ist laut Stadt zum einen darin begründet, dass ein ökologisches Gutachten zu dem Ergebnis gekommen sei, dass der Deich zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt am besten in der Zeit von November bis Februar repariert werden sollte. Als dann aber im vorigen November für die bevorstehenden Bauarbeiten der Wasserspiegel um einen weiteren Meter abgesenkt wurde, musste die beauftragte Baufirma passen – wegen Terminschwierigkeiten.

Jetzt ist es endlich losgegangen, wobei man damit rechnet, dass es voraussichtlich drei Wochen in Anspruch nehmen wird, die beschädigte Dichtungstonschicht auszutauschen. Allerdings könnte das Wetter die rund 70000 Euro teuren Arbeiten noch einmal verzögern, da bei Regen nicht abgedichtet werden kann. Gleichwohl ist man bei der Stadt optimistisch, dass man innerhalb des ökologisch verträglichen Zeitfensters fertig wird. „Die Fachleute gehen davon aus, dass das bis Ende Februar klappt“, sagt Harald Beckers vom städtischen Presseamt. Ein Ende der Ebbe ist damit in Sicht: Ab März könnte der Stauweiher Kupferbach dann wieder langsam volllaufen.

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