Aachen - Am Ludwig Forum blüht die grüne Kunst

Am Ludwig Forum blüht die grüne Kunst

Von: David Grzeschik
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Botschaft angekommen: Der neue Park hinter dem Aachener Ludwig Forum ist am Wochenende auch von den Bürgern erobert worden. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Eine Rutschbahn zwischen Palmen, eine Wildwiese, ein Pflückgarten: Was sich nahezu paradiesisch anhört, ist in Aachen Realität geworden. Nach vier Jahren Arbeit wurde am Samstagnachmittag der Park hinter dem Ludwig Forum in Form eines bunten Viertelfestes eingeweiht – und das bot zahlreiche Attraktionen für Groß und Klein.

Während die Organisatoren mit Mal- und Bastelangeboten für Kinder aufwarteten, bekamen Erwachsene eine Führung durch den neuen Museumsgarten angeboten – mit schönster Resonanz: „Ich freue mich wirklich sehr zu sehen, was hier in den letzten Jahren entstanden ist – und ich hoffe nur, dass der Park in dem guten Zustand auch erhalten bleibt“, sagte Birgit Müller, Besucherin des Bürgerfests, nach ihrem Rundgang. Ob sie sich in Zukunft öfter im Park aufhalten wird? „Ja, ich denke schon. Das ist ja eine wahre Oase hier“, so Müller.

Saat schon vor fünf Jahren gelegt

Dabei begannen die Planungen für die Umgestaltung des sogenannten Lufo-Parks bereits im Jahr 2009. „Dr. Brigitte Franzen, die Direktorin des Ludwig Forums, sprach uns damals an“, erzählte Véronique Faucheur. Faucheur, die eigentlich in Berlin arbeitet, war in den letzten fünf Jahren zusammen mit ihren Kollegen Marc Pouzol und Marc Vatinel für die Gestaltung des Parks maßgeblich verantwortlich. Die drei Landschaftsarchitekten arbeiten bereits seit Jahren bei „atelier le balto“.

Dabei handelt es sich um eine Gemeinschaft, die länderübergreifend Natur-Projekte umsetzt. Das besondere an der Arbeit der Landschaftsarchitekten: Sie machen von der Konzeption bis hin zur konkreten Umsetzung alles selbst. Faucheuer selbst sprach beim Einweihungsfest von „Kontinuität“, die erst dadurch entstehe, dass sie vom ersten bis zum letzten Schritt die Verantwortung nicht aus ihren Händen gebe.

Die Chance, den Lufo-Park aufzuwerten, ergab sich durch das Projekt „Soziale Stadt Aachen-Nord“. Das Gebiet an der Jülicher Straße wird schon seit 2010 mit Mitteln der Städtebauförderung unterstützt. Ziel ist es, das Viertel lebenswerter zu gestalten. Dem neuen Lufo-Park ist dabei eine wichtige Rolle zugedacht: als Veranstaltungsort von Stadtteilfesten, Poetry Slams oder Theateraufführungen. Und als Großstadtoase für die Pause zwischendurch, zum Lernen oder einfach zum Ausspannen. Nur durch die Hilfe von zahlreichen Förderern ließ sich das Parkprojekt in den vergangenen Jahren überhaupt realisieren.

Immer in Entwicklung

Fertig ist die Grünanlage nach fünf Jahren aber längst nicht. „Ein Park ist immer in Entwicklung“, so die Landschaftsarchitektin. Aus dem Grund sei die Einweihung lediglich als Präsentation der bisherigen Ergebnisse zu verstehen. Um den Aspekt der ständigen und stetigen Entwicklung zu verdeutlichen, werden die Verantwortlichen in der kommenden Zeit darauf verzichten, einen Teil der Rasenflächen zu mähen – „um zu sehen, was mit Land passiert, das allein der Natur überlassen wird“, wie Faucheur erklärte.

Im Herbst will die Landschaftsarchitektin und Künstlerin aus Berlin deshalb wieder ins Dreiländereck zurückkommen. „Besonders gespannt bin ich dann auf Überraschungen jeglicher Art! Wie sich die Bäume und Sträucher entwickeln werden, wie sich die Blätter im Herbst verfärben werden – das alles werden wir dann sehen können.“

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