Am Kronenberg ist es wieder eng

Von: Joachim Rubner
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Aachen. Erneut ist die Zukunft der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Kronenberg bedroht, obwohl Politiker den Fortbestand der Schule sichern wollen.

Da aber seit dem Schuljahr 2008/2009 die klassischen Schulbezirksgrenzen aufgehoben sind, haben sich wieder Fluktuationen bei den 1928 Kindern ergeben, die im nächsten Jahr schulpflichtig werden. Hierbei hat sich die GGS Kronenberg erneut als Sorgenkind erwiesen. Bisher sind lediglich elf Kinder angemeldet. Die Mindestgröße für eine einzügige Grundschule wird voraussichtlich für das neue Schuljahr nicht erreicht.

Jedoch: Als diese Zahlen gesammelt wurden, waren mehr als 100 der schulpflichtig werdenden Kinder noch nicht angemeldet. Für acht dieser Kinder ist die GGS Kronenberg nächstgelegene Schule, so dass eventuell die Mindestschülerzahl für die Bildung einer Eingangsklasse noch erreicht werden kann.

58 Kinder sind an der naheliegenden Katholischen Grundschule „Hörn”, der KGS Hanbrucher Straße und der KGS Bildchen angemeldet worden. 46 Kinder werden in andere Schulen gehen.

Die Verwaltung empfiehlt, zunächst abzuwarten, ob es noch weitere Anmeldungen gibt. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, sieht sie aber eine auslaufende Schließung vor. Obwohl man im Prinzip zuversichtlich ist, die Gemeinschaftsgrundschule Kronenberg doch noch zu retten. „Wir gehen davon aus, dass noch acht oder mehr Schüler dort angemeldet werden. Dann müsste nicht geschlossen werden”, sagte Schuldezernent Wolfgang Rombey.

Die Politik ist jetzt gefragt: Christian Steins, schulpolitischer Sprecher der CDU, sagt: „Wir werden nächsten Montag mit unserem Koalitionspartner über die Schule Kronenberg reden. Eine Schulschließung wollen wir vermeiden.” Eine ähnliche Meinung hat Ulla Griepentrog von den Grünen: „Im nächsten Schuljahr merkt man deutlich, dass die Schülerzahlen drastisch zurückgehen.” Es seien aber noch nicht alle Kinder angemeldet, von daher bestehe durchaus noch Hoffnung.

Auch Claus Haase, Sozialdemokraten, setzt auf diese Karte, obwohl er zugibt, „dass kleinere Schulen, wie etwa Bildchen, Beekstraße und auch am Kronenberg Probleme haben.” Doch auch für Haase ist sicher: „Wir wollen alle Standorte erhalten.”

Etwas kritischer sieht Gretel Opitz, FDP, die Lage: „Die Schule Kronenberg ist alles andere als gesichert. Dennoch halte ich es für übereilt, die Schule mit einem Federstrich zu schließen.” Angst hat auch Andreas Müller, Linke, um die GGS Kronenberg: „Ich mache mir Sorgen. Leider zeigt sich hier, wie schlecht die Aufhebung der Schulbezirksgrenzen war.”
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