Eilendorf - Am Kleebach stinkt´s noch

Am Kleebach stinkt´s noch

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Eilendorf. Zwei Schreiben von Dezernentin Gisela Nacken und Norbert Etheber (Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsunterlagen) dürften weder die Bezirksvertretung noch die beschwerdeführenden Bürger beruhigen.

Und das stinkt denen, weil es im Wortsinne stinkt - am Regenrückhaltebecken Kleebach in der Krebsstraße.

Bezirksamtsleiter Wolfgang Ziemons bestätigte den Sachstand. „Es hat sich nichts getan, wir werden in der ersten Sitzung der Bezirksvertretung im neuen Jahr dieses Thema neu ansetzen und beraten.” Ziemons wünscht sich dann konkrete Informationen und alle beteiligten Partner am einem Tisch.

Die Bürger, die sich sehnlichst eine Auslagerung der Anlage an eine andere Stelle wünschen, werden enttäuscht sein.

Die Stawag ist auf der Suche nach einer Alternativlösung zu dem Schluss gekommen, dass eine neue Anlage, ein in der Vennbahntrasse und in den angrenzenden Wirtschaftswegen anzulegendes Rückhaltebecken zehn Millionen Euro kosten würde.

Auch der Wasserverband Eifel Rur ist mit dem Problem der Geruchsbelästigungen beschäftigt. Er hat einen Sachverständigen beauftragt, ein Gutachten zu erstellen.

Die von Bürgern monierte fehlende „Bürgerinformationen” zum Umbau der Anlage vor neun Jahren sei nicht üblich, schreibt Nacken. Durch den Umbau 2001 habe sich die Funktion des Beckens nicht geändert.

Von Anfang an sei das Erdbecken für die Rückhaltung von Mischwasser, also häuslichem Abwasser sowie Abwasser von Kleingewerbe vermischt mit Niederschlagwasser, genutzt worden.

„Sicherlich gelangte sukzessive mit Zunahme der Verdichtung der Bebauung in den Gewerbegebieten Brand und Eilendorf seit etwa Mitte der 80er Jahre auch industrielles Abwasser in das Becken”, räumt Nacken ein, und es sind diese industriellen Abwässer, davon ist die Bezirksvertretung und sind auch Anwohner fest überzeugt, die den penetranten Gestank verursachen.

Bezirksvorsteherin Elke Eschweiler (CDU) hat diesem Gestank erneut den Kampf angesagt: „Es muss unser Ziel sein, eine spürbare Verbesserung für die Bürger zu erreichen.”
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