Am Freitag startet im Pontviertel Hilfe für die Japaner

Von: Robert Esser
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Von hier soll Geld ins japanische Katastrophengebiet fließen: Sebastian Kling, Initiator der Aktion „We love Japan”, lädt - unter anderem - mit (v.l.) den Gastronomen Alexandra Polychroniou (Tangente), Dany Ward (Abendrot), Dennis Polychroniou (Café Madrid), Gérard Ayoub (Molkerei, Image, Flowers), Oliver Lemanczyk (Abendrot) und Boris Empt (Havana) am heutigen Abend zur Benefiz-Party ins Pontviertel. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Nach dem verheerenden Erdbeben in Japan hat sich jetzt in Aachen die Initiative „We love Japan” gegründet. Schon am Freitagabend startet die erste Großaktion unter der Federführung von Sebastian Kling.

Im Pontviertel werden acht Gastronomie-Betriebe einen wesentlichen Teil ihrer Einnahmen als Spende bündeln und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) für Hilfsaktionen im Katastrophengebiet zur Verfügung stellen. „Ich habe die Nachrichten im Fernsehen und in der Zeitung seit dem Erdbeben und dem schrecklichen Tsunami mit Entsetzen verfolgt und mich gefragt, was man von hier aus tun kann, um seine Solidarität zu zeigen”, erklärt Kling.

Dann entwickelte der 28-Jährige innerhalb kürzester Zeit ein Konzept und gründete „We love Japan”. Über den Verkauf von T-Shirts sollen dabei nicht nur Spendengelder gesammelt werden. Man will auch eine virtuelle Menschenkette bis nach Japan via Internet auf die Beine stellen. „Wir wollen auf jeden Fall über den Aktionstag im Pontviertel hinaus aktiv bleiben”, betont Kling. Schließlich sei die Katastrophe in Asien noch lange nicht bewältigt. Der Wiederaufbau soll durch finanzielle Mittel aus dem deutschen Westzipfel beschleunigt werden.

„Das DRK leitet alle Spenden für Hilfen im Katastrophengebiet weiter an das japanische Rote Kreuz, welches Geld zur Soforthilfe nutzt”, sagt er. Wünschenswert sind für ihn natürlich nicht nur möglichst viele Nachtschwärmer, die am Freitagabend das Pontviertel besuchen und damit die Japan-Aktion unterstützen. „Wir suchen ebenfalls Sponsoren, möglicherweise auch Unternehmen, die bereit sind, größere Summen zur Verfügung zu stellen.” In eigens errichteten Holzbuden sollen ab 20 Uhr im Pontviertel - zwischen Café Madrid, Molkerei, Tangente, Image, Flowers und Abendrot - Cocktails aus dem Havana für den guten Zweck verkauft werden. „Wir haben einen Japan-Cocktail mit Rum, Batida, Ananas, Orange und Kokosnuss-Sirup kreiert”, erklärt Boris Empt vom Havana.

Aber auch die anderen Gastronomen - darunter Alexandra Polychroniou (Tangente), Dennis Polychroniou (Café Madrid), Oliver Lemanczyk und Dany Ward (Abendrot) und Gérard Ayoub (Molkerei, Image, Flowers) - haben sich besondere Aktionen einfallen lassen, um möglichst viel Geld für notleidende Menschen nach Japan überweisen zu können. „Jeder kann seinen Teil dazu beitragen und gleichzeitig noch einen schönen Abend verbringen - was will man mehr?”, sagt Kling.
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