Am Freitag beginnt mit dem CHIO das nächste Großevent in Aachen

Von: Annika Kasties
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Frau Antje darf nicht fehlen: Doch auch Turnierdirektor Frank Kemperman, Dressurreiterin Isabell Werth, Springreiter Jeroen Dubbeldam, ALRV-Präsident Carl Meulenbergh, Oberbürgermeister Marcel Philipp, Bloggerin Harriet Charlotte Jensen und Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH (v.l.), freuen sich auf den CHIO-Start am Freitag. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Im Stall von Isabell Werth werden die gelben Klompen wohl nicht zum Einsatz kommen. Zu groß sei die Sorge, dass die traditionellen Holzschuhe aus den Niederlanden durch einen beherzten Tritt eines ihrer Pferde zu Bruch gehen könnten, sagte die Dressurreiterin. Der Einsatz im Garten sei da schon wahrscheinlicher.

Das Geschenk, das ihr gestern der niederländische Springreiter Jeroen Dubbeldam im Rahmen einer Pressekonferenz in Aachen überraschend überreichte, zeigte vor allem eins: Kurz vor Beginn des CHIO am Freitag steht die Stadt ganz im Zeichen des Pferdesports und des Partnerlandes Niederlande.

Nach der Tour de France steht damit das nächste Großevent an, mit dem sich Aachen weit über die Stadtgrenzen hinaus von seiner besten Seite präsentieren will. Die Prioritäten liegen für Oberbürgermeister Marcel Philipp dabei auf der Hand: „Vier Beine sind besser als zwei Räder. Das kennen wir, das können wir, das liegt in unseren Genen.“ Deshalb werden von Freitag, 14. Juli, bis Sonntag, 23. Juli, erneut rund 350.000 Besucher in die Soers strömen, wenn der ausrichtende Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) die besten Reitsportler der Welt auf seinem Turniergelände versammelt.

Selbst in China wird berichtet

Die Imagewirkung für die Stadt sei dabei nur schwer in Zahlen auszudrücken, wie der Oberbürgermeister gestern betonte. Turnierdirektor Frank Kemperman hatte dann aber doch ein paar Zahlen parat, die einen gewissen Eindruck von der Tragweite des renommierten Reitturniers vermitteln. So werden 334 Reiter aus 27 Nationen mit insgesamt 567 Pferden in fünf Disziplinen (Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Fahren, Voltigieren) gegeneinander antreten. „Das sind 105 Stunden Sport in der Soers“, betonte Kemperman. Und Bilder, die in rund 140 Ländern im Fernsehen ausgestrahlt werden. Die internationale Strahlkraft des Aachener Weltfests des Pferdesports hat bereits Tradition. Selbst aus China reisen Journalisten nach Aachen.

Doch auch so ein traditionsreiches Reitturnier wie der CHIO muss mit der Zeit gehen. Deshalb werden sich unter den mehr als 600 akkreditierten Journalisten auf dem CHIO-Gelände auch zwölf Bloggerinnen in der sogenannten Blogger Lounge tummeln, wie Michael Mronz, Geschäftsführer der Aachener Reitturnier GmbH, verkündete. Unter ihnen findet sich dann auch die Hamburgerin Harriet Charlotte Jensen. Die 25-Jährige gehört in der Reitsport-Szene zu den beliebtesten Bloggern. Bis zu 600.000 Leser pro Monat folgen ihren Online-Aufzeichnungen. In den vergangenen zwei Jahren habe sie lediglich einen Tag lang ins Turniergeschehen reinschnuppern können. Nun freue sie sich, „sechs Tage lang vor Ort sein zu dürfen“. Auch wir werden online rund um die Uhr vom Turniergelände berichten.

Zu berichten gibt es dann nicht nur Sportliches, sondern auch jede Menge Trubel fernab der Vierbeiner. Denn der CHIO biete, wie Isabell Werth betonte, „die wunderbarste Mischung aus Sport, Volksfest und Familienfest“, die aktuell im Reitsport zu finden sei. „Es gibt kein Turnier, das da auch nur annähernd herankommen kann“, lobte die Dressurreiterin insbesondere den ALRV.

Wer sich selbst davon überzeugen will, sollte allerdings schnell zugreifen. „Wir haben einen super Zuspruch“, sagte Michael Mronz mit Blick auf die Ticketverkäufe. Während das Konzert „Pferd und Sinfonie“ am kommenden Samstag, 15. Juli, bereits ausverkauft ist, sind für Freitag, 14. Juli, noch einige Restkarten zu haben. Das gleiche gilt für die offizielle Eröffnungsfeier des Turniers am Dienstag, 18. Juli.

Auch für den Nationenpreis am Donnerstagabend, 20. Juli, und den Großen Preis der Springreiter am darauf folgenden Sonntag, 23. Juli, sind nur noch wenige Tickets zu haben. Der große Dressurpreis von Aachen am selben Tag sei hingegen schon ausverkauft, so Mronz. Zum Vorzugspreis – nämlich bei freiem Eintritt – dürfen die Besucher übrigens beim „Soerser Sonntag“, dem traditionellen Tag der offenen Tür, Turnierluft schnuppern.

Ob mit oder ohne Ticket, die Besucher müssen sich auch in diesem Jahr auf verstärkte Kontrollen am Eingang und damit einhergehende längere Wartezeiten gefasst machen, sagte Kempermann gestern und betonte mit Blick auf das Sicherheitskonzept: „Wir sind gut vorbereitet.“ Um Wartezeiten – insbesondere am zweiten Wochenende und vor allem am Samstag – möglichst kurz zu halten, sei der Eingangsbereich vergrößert und das Personal aufgestockt worden.

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