Altes Tivoli-Gelände: Anwohner befürchten Staus vor der Haustür

Von: hpl
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Aachen. Noch rollt der Ball - wenn auch „nur” bei der Zweitvertretung der Alemannia. Das wird sich in diesem Jahr ändern, denn der alte Tivoli wird Wohnbebauung weichen. Der Planungsausschuss hat dies so beschlossen und dabei im Vergleich zu den ersten Planungen Veränderungen vorgenommen.

Veränderungen, die eine Reihe von aktuellen Anwohnern alles andere als begeistern. Dies bezieht sich vor allem auf die Bebauung eines bisherigen Grünstreifens an der Emmastraße und die Führung des motorisierten Verkehrs durch eine neue Stichstraße von der Emmastraße aus.

Das Gelände des alten Tivoli-Areals soll mit 40 Einfamilienhäusern, Geschosswohnungsbau, einem Hotel, einem sogenannten Boarding-Haus (Wohnen im Appartment auf Zeit) und einem großen Lebensmittelmarkt genutzt werden. Angesichts dieser Nutzung befürchtet eine Gruppe von Anwohnern eben eine Überlastung der Straßen durch die geplante Verkehrsführung. Die „engen Anliegerstraßen” seien dazu in keiner Weise geeignet.

Statt dessen schlagen die „alten Anwohner” vor, das Neubaugebiet U-förmig von der Merowingerstraße aus zu erschließen und die „Grüne Mitte” des Areals auf den bisherigen Grünstreifen auf der Rückseite der alten Sitzplatztribüne zu verlegen. Ein weiterer Aspekt ärgert die Beschwerdeführer erheblich: Zu den aktuell verabschiedeten Plänen habe es keine Beteiligung der Bürger gegeben.

Diesen Vorwurf will die Stadt entkräften. „Im Juni wird der Planungsausschuss zunächst den Bebauungsplan verabschieden, dessen Offenlage für alle Bürger noch vor den Sommerferien erfolgt”, widerspricht Axel Costard vom städtischen Pressebüro mangelnder Information. Erst danach erfolge der Satzungsbeschluss. Zudem habe die Stadt eine freiwillige Bürgerinformation durchgeführt, aus der auch 100 Eingaben resultierten.

Erst wenn alle diese Schritte getan sind, werden die Abschnitte des Neubaugebietes einzeln ausgeschrieben. Sämtliche Entscheidungen seien im Planungsausschuss öffentlich gefallen. Die Schaffung eines grünen Kerns in der Mitte der Fläche haben Verwaltung und Politik aber bewusst favorisiert. Zudem beruhigt die Stadt die Beschwerdeführer: Eine zu starke Verkehrsbelastung durch Käuferströme werde man verhindern.
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