Alternative Kraftstoffe stark auf dem Vormarsch

Von: Joachim Rubner
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alternativbild Erdgas als kraftstoff
Umweltfreundlich: Erdgas als Energielieferant kommt immer mehr in Mode. In anderen Städten, zum Beispiel im französischen Lille, fährt bereits die gesamte Bus-Flotte des ÖPNV auf Erdgas. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Alternative Kraftstoffe für Verbrennungsmotoren sind in Aachen auf dem Vormarsch. So hat die Erdgas-Tankstelle auf dem Gelände der Stawag an der Lombardenstraße mittlerweile im Monat einen Zulauf von rund 1500 Kunden, die 20.000 Kilo Erdgas für ihre Autos tanken.

„Diese Tankstelle hat sich sehr gut entwickelt. Sie wurde im Oktober 2003 eröffnet und ist mittlerweile gut etabliert”, freut sich Corinna Bürgerhausen, Sprecherin der Stawag.

Doch auch Bio-Ethanol - also Alkohol - ist auf dem Stawag-Gelände für speziell umgerüstete Autos zu haben. Diese neue Version einer alternativen Tankstelle ist jetzt gut zwei Jahre alt und findet ebenfalls Zuspruch. 120.000 Liter wurden bisher verkauft.

Jüngstes Kind der alternativen Reihe sind Elektrotankstellen, von denen es eine für Elektromotor-Roller am Super C am Templergraben, und eine weitere für Elektroroller und Elektroautos im Parkhaus Mostardstraße gibt.

„Wir sind dabei, uns zusammen mit der Stadt Aachen, der RWTH, dem Kreis Aachen und der Apag an einem Förderprogramm des Bundes zu beteiligen und hoffen, diese völlig emissionsfreie Art der Fortbewegung in Aachen in absehbarer Zeit stärker etablieren zu können”, sagt Bürgerhausen.

Eine bei der Stawag erhältliche „Tankkarte” reicht, um an den notwendigen Strom zu kommen. Das Laden dauert bei einer völlig leeren Batterie zwar sechs bis acht Stunden, doch in der Realität sind die Akkus meist niemals völlig leer. Häufig reichen zwei bis drei Stunden, um mit einem Elektroroller wieder für knapp 100 Kilometer mit bis zu 45 Stundenkilometern mobil zu sein.

20 Roller dieser umweltfreundlichen Art hat die Stawag angeschafft und an die Stadt, die TH und den Kreis verteilt. Dort sind sie bereits täglich im Einsatz.

Selbstverständlich hat die Stawag auch selbst zwei Roller in ihren Fuhrpark aufgenommen. „Wir wollen Erfahrungen sammeln”, sagt Bürgerhausen, die auf den kostengünstigen Betrieb von Elektro-Rollern hinweist. Nur 70 Cent kostet eine Akkufüllung, die für knapp 100 Kilometer reicht.

Um diese umweltfreundliche Art der Beförderung in Aachen weiter nach vorne zu bringen, hat die Stawag ein „E-Mobilitäts-Förderprogramm” im Angebot. Besitzer von Elektrorollern erhalten bis Ende 2010 eine kostenlose Tankkarte und sechs Monatstickets für die Aseag - falls es zu stark regnen sollte, um Roller zu fahren - oder 100 Euro in bar.

Der Ausbau von Elektro-Tankstellen steht bei der Stawag oben auf der Prioritätenliste, falls der Bund das Konsortium in sein Förderprogramm aufnimmt, womit in Kürze gerechnet wird. Übrigens: Der Strom, den man an den Stawag-Elektrotankstellen „tankt”, ist „Ökostrom”.
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