Aachen - Alter Tivoli: Jung und Alt unter einem gemeinsamen Dach

Alter Tivoli: Jung und Alt unter einem gemeinsamen Dach

Von: Maike Holle
Letzte Aktualisierung:
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Klare Konturen, moderne Architektur: "Das Zusammenhaus" auf dem Gelände des alten Tivoli bietet 28 Wohneinheiten. Die Verantwortlichen für den Bau und den Verein (kleines Bild) stellten jetzt das Projekt vor. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Seit Anfang 2015 entsteht auf dem Gelände des Alten Tivoli ein Wohnprojekt der etwas anderen Art: „Das Zusammenhaus“. Die Stadt Aachen habe klare Vorstellungen gehabt, was mit dem ehemaligen städtischen Grundstück passieren solle, erklärt Hubertus Neßeler, Geschäftsführer der „Nesseler Projektidee GmbH“.

 Man habe sich ein originelles Gemeinschaftsprojekt gewünscht und das habe man nun auch geschafft.

28 Wohneinheiten, eine Tiefgarage, eine gemeinsame Gartenanlage, Innenhof mit einem Spielbereich für Kinder und eine Gemeinschaftswohnung stehen auf dem Grundstück nun für alle Nachbarn zur Verfügung. Und dies steht auch bei dem Projekt der „Nesseler Projektidee GmbH“ im Fokus. Um das nachbarschaftliche Leben und den Abbau der Anonymität im Alltag zu unterstützen, gründete man im August 2014 den Verein „Das Zusammenhaus Aachen“, in dem jeder Bewohner Mitglied ist.

Im Rahmen dieses Vereins werden unter anderem gemeinschaftliche Aktivitäten, ein monatlicher Stammtisch und Workshops organisiert. Ein besonderer Aspekt des „Zusammenhauses“ ist die Gemeinschaftswohnung, die als Treff- und Mittelpunkt der Nachbarschaft gilt. Diese steht nicht nur unter anderem für Eigentümerversammlungen zur Verfügung, sondern auch zum gemeinsamen Kochen, Fußball gucken oder zur Vermietung für Gäste.

Von dieser Wohnung, die eine komplette Ausstattung beinhaltet, erhält jeder Käufer einen Anteil. Louke Rijnders, der Vorsitzende des Vereins, betont bei der Vorstellung des Projekts „Das Zusammenhaus“ die vier Schwerpunkte des Wohnprojekts: Zunächst stellte er das gemeinsame Zusammenleben von Jung und Alt vor. Obwohl das Durchschnittsalter der Vereinsmitglieder bei der Gründung noch bei 58 Jahren lag, liege es heute bei 34, wobei es Bewohner im Alter von 1 bis 79 gäbe.

Er hob die Internationalität hervor. Teile der Nachbarschaft kommen unter anderem aus Schweden, Frankreich oder Syrien. Weitere Schwerpunkte seien die Religionsvielfalt und auch, dass auf dem barrierefreien Gelände Personen mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung leben. All das trage zu einer bunten Mischung von Leuten bei, wodurch das Projekt ein „Zugewinn für die Stadt Aachen“ sei.

„Es gibt kein Gemeinschaftsprojekt, das so schnell umgesetzt wurden ist“, erläuterte Hubertus Neßeler. Nur 26 Monate habe es bis zur ersten Vertragsunterschrift gedauert, 41 bis zum ersten Einzug. Jedoch sei ihm auch bewusst, dass die Aachener teilweise recht konservativ seien, wenn es um die eigenen vier Wände gehe. Der Schritt in die Gemeinschaft bedeute für viele zunächst Überwindung wegen der Angst vor mangelnder Privatsphäre. Er betonte allerdings, dass das private Leben hinter der Wohnungstür streng geachtet werde, weshalb es „unverändert ein hohes Interesse für diese Wohnungen“ gäbe.

Zum aktuellen Zeitpunkt hat „das Zusammenhaus“ 45 Bewohner. Ein Haus und zwei Wohnungen seien noch frei, es werden also schließlich über 50 Personen in den 28 Wohneinheiten leben.

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