Aachen - Altenpflege im Wandel der Zeit: „Haus Anna“ feiert 20-Jähriges

Altenpflege im Wandel der Zeit: „Haus Anna“ feiert 20-Jähriges

Von: Jessica Küppers
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Gute Stimmung in Haus Anna: Geschäftsführer und Hausleiter Johannes Krückel (2.v.l.) feierte mit Bewohnern und Gästen das 20-jährige Bestehen des Hauses. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Die pinke Blüte im Haar der alten Dame sorgte bei den Männern für Aufsehen und zahlreiche Komplimente. Zum 20-jährigen Bestehen des Seniorenheims „Haus Anna“ hatten sich alle 46 Bewohner mächtig herausgeputzt und strahlten über das ganze Gesicht. Zwei Bewohner freuten sich besonders über das Fest.

Sie sind schon seit der Eröffnung im April 1994 dabei und haben die Entwicklung des Heims hautnah miterlebt.

Mehr Demenzkranke

Pflegedienstleiter Michael Thivissen beschreibt die Veränderungen in der Pflege so: „Vor 20 Jahren lag der Schwerpunkt noch ganz klar auf der körperlichen Pflege.“ Das habe sich massiv dadurch geändert, dass es immer mehr demenzkranke Menschen gebe.

Für diese Bewohner wurde der sogenannte „Anna-Zirkel“ eingerichtet. Dort gibt es Entspannungsübungen oder Massagen, die den Bewohnern helfen sollen, sich sicher und geborgen zu fühlen. Wichtig sei es, „ein bisschen Alltag herzustellen.“ Thivissen erläutert: „Die Menschen haben früher auch kein Bingo gespielt, sondern Wäsche gefaltet oder gekocht.“ Diese Tätigkeiten seien ihnen vertraut und müssten durch das Fachpersonal gefördert werden.

Über 50 Mitarbeiter und zahlreiche Ehrenamtliche arbeiten derzeit im „Haus Anna“; 25 davon in der Pflege. Neben der klassischen Pflege wurde das Angebot des Seniorenheims in den vergangenen Jahren mehr und mehr auf die Belange von Demenzkranken zugeschnitten. Mittlerweile beträgt der Anteil der Bewohner mit dieser Erkrankung 60 bis 70 Prozent.

OB Philipp gratuliert

Nach der Einrichtung eines sozialen Dienstes plant das Pflegeteam schon das nächste Projekt, verrät Thivissen: „In Zukunft wollen wir, ähnlich wie in den Wohngruppen, auch im stationären Bereich kleine Gruppen zusammenstellen, die selbstständig Alltägliches zusammen machen können.“ Dabei sei zu beachten, dass die einzelnen Gruppenmitglieder entsprechend ihrer Einschränkung zueinander passen.

Auch Oberbürgermeister Marcel Philipp zeigte sich von der Entwicklung des Seniorenheims beeindruckt. Er betonte bei der Feier vor dem Hintergrund der Inklusion, dass der Standort des Seniorenheims mitten in der Stadt genau der richtige für eine Einrichtung wie das „Haus Anna“ sei. Außerdem bot er den „direkten Draht“ zum Rathaus für die Anliegen der Bewohner an.

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