Alt-Aachener Bühne: Im Pfarrhaus geht es drunter und drüber

Von: Nina Krüsmann
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Falsche Pfarrer und trinkfreudige Totengräber: Beim Stück „Spuek ejje Pastorat“ der Alt-Aachener Bühne geht es mächtig rund. Die Proben laufen, Premiere ist am 30. Januar. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. „Spuek ejje Pastorat“ heißt der vielversprechende Titel des neuen Stücks der Alt-Aachener Bühne. Die Proben zur neuen Mundartinszenierung laufen derzeit auf Hochtouren. Bereits im Sommer dieses Jahres begannen Leni Reißer, Birgit Drews, Richard Strauch und Günter Erkens mit den Vorbereitungen für das neue Theaterstück, das im Januar 2016 Premiere feiert.

„Zunächst haben wir viele Stücke gelesen, die uns geeignet erschienen. Die erforderlichen Rollen müssen ja zu unserem Ensemble passen und das Stück muss ins Aachener Milieu übertragbar sein“, erklärt Günter Erkens die Auswahlkriterien.

Nach mehreren Sitzungen war das vorliegende Stück bei einem Verlag gefunden. Nun ging es an die eigentliche Arbeit: ins Aachener Umfeld verlegen, Rollenverteilung, Textänderungen in großem Stil. Unter anderem wurde von drei auf zwei Akte verkürzt.

Die Geschichte beginnt kurios: Eigentlich wollten Mattes (gespielt von Thomas Muckel) und seine Schwester (Irmgard Farber) nur den heiligen Antonius aus der Kirche stehlen und den Opferstock ausrauben. Weil sie aber von Malchen (Leni Reißer), die ständig auf Männersuche ist, gestört werden, flüchten sie ins Pfarrhaus.

Dort hält man sie für den neuen Pfarrer und seine Pfarrköchin. Doch die alte Pfarrköchin Ilse (Sabine Plum) gibt nicht so leicht auf. Unterstützung erhält sie von dem aktiven Hüter des Messweins, Küster Alois (Richard Strauch), und dem trinkfreudigen Totengräber Jakob (Günter Erkens). Und dann sind da noch der heiratswillige Johannes (Ralf Büter) mit seiner Schwester Hilde (Birgit Drews).

Johannes steht bedauerlicherweise stark unter der Fuchtel seiner Mutter (Resi Frings), während Hilde auch auf Männersuche ist. Mattes hat als Pfarrer zwar keine Ahnung, aber eine Hochzeit und eine Beerdigung stehen an. Und die Braut ist schwanger. Da kann der Brautunterricht schnell zu Missverständnissen führen. Als dann schließlich noch ein verschwundener Heilige überraschend wieder auftaucht und der richtige neue Pfarrer (Franz Schnitzler) ins Spiel kommt, geschieht so manches Wunder. Aus Gangstern werden Mönche, eine Tote erwacht und wilde Burschen werden handzahme Ehemänner.

Klar, dass die Alt-Aachener Bühne der Premiere am 30. Januar in der Aula des Einhard-Gymnasiums entgegenfiebert. Weitere Vorstellungen (samstags 19 Uhr, sonntags 18 Uhr) gibt es am 31. Januar, 7., 20. und 21. Februar, 12. und 13. März, 9., sowie am 16., 17., 23. und 24. April. „Der Termin am 7. Februar fällt auf den Karnevalssonntag. „Die Zuschauer werden gerne auch im Kostüm erwartet. Vielleicht gibt es ja noch Überraschungen“, meint Erkens.

Eine weitere Vorstellung ist im Theater Aachen am 14. April. Tickets gibt es im Kundenservice Medienhaus in der Großkölnstraße 56 (gegenüber der Nikolauskirche, 10 bis 19 Uhr) sowie im Verlagsgebäude an der Dresdener Straße .

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