Aachen - ALRV bestens gerüstet für das „besondere Pferdesportjahr“

ALRV bestens gerüstet für das „besondere Pferdesportjahr“

Von: Manfred Kutsch
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Aachen. Ein mit 128 Mitgliedern und Belegschaft prall gefüllter Saal in der Reitertribüne der Aachener Soers, ausnahmslos nickende Köpfe, Harmonie pur zwischen Aufsichtsrat und Vorstand, viel Applaus, keine Nein-Stimmen, nur eine nachfragende Wortmeldung, stolze Jubilare: Der Aachen-Laurensberger Rennverein (ALRV) scheint endgültig im „Schlaraffenland“ des deutschen Vereinslebens angekommen zu sein…

Mit einer stolzen Bilanz konnte Präsident Carl Meulenbergh für das abgelaufene Geschäftsjahr aufwarten – während Vorstandschef Frank Kemperman mit nicht minder breiter Brust Ausblick „auf ein ganz besonderes Pferdesportjahr“ hielt: „Denn mit dem Weltfest des Pferdesports vom 29. bis 31. Mai und den FEI-Europameisterschaften vom 11. bis 23. August stehen gleich zwei außergewöhnliche Ereignisse an.“ Dies wird auch Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), in neuer Funktion erleben – der Top-Funktionär ließ sich in den Beirat des ALRV wählen.

„Wir haben in diesem Jahr wieder erleben dürfen, dass der CHIO längst den Sprung von einer reinen Sportveranstaltung zum Event geschafft hat“, so Meulenbergh, Chef des Aufsichtsrates. Vielen Besuchern gehe es darum, allein „die Atmosphäre mit dem besten Publikum der Welt zu erleben“, wenn 40.000 Zuschauer beim Rolex Grand Prix, dem Großen Preis von Aachen, so still seien, „dass man hören kann, wenn im benachbarten Polizeipräsidium eine Tür geknallt wird“.

Eckpunkte des präsidialen Resümees: 355.250 Besucher beim diesjährigen Turnier, budgetiert mit 11,95 Millionen Euro (davon 4,38 Millionen aus Ticketverkauf und drei Millionen Spenden). Bilanzgewinn: 28.000 Euro. Alltagskosten wie 203.000 Euro für Reinigung und Müllentsorgung oder 224.000 Euro für Gas, Strom und Wasser sind da schon abgezogen. Doch auch jenseits der Zahlen mochte die Liste guter Nachrichten aus Meulenberghs Munde kaum enden: Die Schweiz als Partnerland sei ein „großer Erfolg“ gewesen. Die Anlage in der Soers werde kontinuierlich „erweitert, ausgebaut und renoviert“, dazu zählen unter anderem: Sanierung der AachenMünchener-Tribüne, neuer Stallbereich, Verfünffachung der Toiletten im Deutsche Bank-Dressurstadion, dort auch Erneuerung der Sitzschalen, rundherum neue Bepflasterung etc.

Die Digitalisierung des CHIO, so Meulenbergh weiter, habe bei der Hannoveraner Computermesse Cebit viel Resonanz gehabt – ebenso der Auftritt des Pferdesport-Weltfestes bei der Tourismus-Messe ITB in Berlin. Die ehrenamtlichen Kräfte, die Wirtschaftspartner, das Nachwuchs-Salut-Festival, die in diesem Jahr auf 1000 anwachsende Zahl an Journalisten, andere Veranstaltungen auf dem ALRV-Gelände wie die Euregio-Wirtschaftsschau, das RWTH-Graduiertenfest sowie weitere Messen – nahtlos reihte der Präsident die Aktivitäten in der Aachener Soers zu einer Kette an Erfolgen.

Da musste sich Vorstandschef Kemperman mit seinen Neuigkeiten für das kommende Geschäftsjahr nicht verstecken. Stolz verkündete er, dass sich auch zum nur dreitägigen Turnier Ende Mai mit Preisgeldern von 1,4 Millionen Euro „die komplette Weltelite der Springreiter“ angemeldet habe. „Im Rolex Grand Prix starten die Top 40, darunter neun Titelverteidiger, die den Großen Preis schon einmal gewonnen haben“, sagte Kemperman. Auch das in- und ausländische Teilnehmerfeld in der Dressur gestalte sich „sehr attraktiv“. Im Showteil werden die Macher des ALRV 23 historische Kutschen präsentieren, zum Teil über 100 Jahre alt.

Als „einmalig“ bezeichnet Kemperman das Konzept der nur 40 Tage später folgenden Europameisterschaften Mitte August. Fünf Disziplinen an einem Ort, fußläufig erreichbar, das gebe es „nirgendwo auf der Welt“. Springen, Dressur, Fahren, Voltigieren und Reining (Westernreiten) warten auf die neuen Champions, die später auch in der Innenstadt umjubelt werden sollen. Die Eröffnungsveranstaltung wird unter dem Motto „Aachen zeigt Aachen“ stehen, getragen von „stimmungsvollen Bildern zu unserem Traditionsturnier, mit vielen Höhepunkten wie einer großen Quadrille mit 64 Hengsten“, so Kemperman. Sprach‘s, fuhr gen Flughafen und hob ab gen Las Vegas – zum Weltcup-Finale in Springen und Dressur.

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