Aachen - Alpiner Prinz mit viel Rhythmus im Blut

Alpiner Prinz mit viel Rhythmus im Blut

Von: re
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Furioser Einstand: Prinz Thomas III. Jäschke und sein Hofstaat mit Albert Beginen (Adjutant), Andreas Broek (Et Schängche), Patrick Deloie (Noppeney), Holger Frambach (Lennet Kann), Patrick Hoesch (Musikus), Heinz Ohlenforst (Krippekratz), Guido Paffendorf (Hofbaumeister), Gunnar Rademacher (Till), René Rongen (Hofkutscher), Ralph Sieger (Mundschenk), Dirk Ungnade (Leibgardist), Holger Willems (Schmied) sowie Prinzenberater Alwin Fiebus und Hofmarschall Thomas Jägerberg. Foto: Andreas Steindl
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Gastauftritt: Die „Palm Beach Girls“ zeigten vor der Alm-Kulisse im großen Saal eine mitreißende Choreographie und spektakuläre Kostüme. Foto: Andreas Steindl
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Heimspiel: Die Originale kredenzten eine feines Potpourri karnevalistischer Leckerbissen mit melancholischem Einschlag – klasse. Foto: Andreas Steindl
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Top-Service: Lemonpie bediente – hier Virginia Mehlkopf, Sebastian Wieczorek und Stefanie Silberer – in atemberaubendem Tempo über 1300 Gäste im Eurogress. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Ein ziemlich cooler Ausflug in die Bergwelt: Viel mehr Höhen als Tiefen hat Aachens neuer Karnevalsprinz Thomas III. Jäschke – ein passionierter Ski- und Alpenfan – über 1300 Gästen bei der diesjährigen Proklamation im Eurogress beschert.

Der 42-Jährige hat nicht nur den Virus carnevalis, sondern reichlich Rhythmus im Blut.

Mit einem furiosen Tanzspektakel – angereichert durch fantastische Nachwuchskräfte und Profis aus Tanzcrews der Aachener Choreographin Marga Render – seilte sich der Narrenherrscher erst als Soldat seiner Stadtgarde Oecher Penn ab, um dann im Almgaudi-Outfit zwischen Dirndl und Lederhosen über die Bühne zu düsen. Das hatte Tempo und Stil. Hut ab, Prinzenkappe und Federn auf!

Auf diesen Moment hatte das Publikum fast vier Stunden warten müssen. Zu lang. Da nützte es letztlich auch nichts, dass Werner Pfeil, Präsident des Aachener Karnevalsvereins (AKV), und Oberbürgermeister Marcel Philipp neben Moderator David Lulley erstmals den traditionellen und immer zeitaufwändigen Vorbeimarsch der Vereine vor die Übergabe der prinzlichen Insignien im Programmablauf platzierten.

Als die Prinzengarde zum Schlussakkord gegen Mitternacht zu Aachens bei 1,70 Meter Körperlänge nunmehr größten Karnevalisten auf die Bühne schritt, hatten sich die hinteren Reihen des Saals leider längst Richtung Party im Foyer verabschiedet. Schade. Dabei konnte sich der allergrößte Teil des prinzlichen Vorprogramms – trotz gewohnt lauter Grummelatmosphäre im Saal – hören und sehen lassen.

Auf Redebeiträge verzichtete man komplett. Tolle Musik gab‘s unter anderem von den Originalen, vom Prinzenkorps, von Jupp Ebert, Dirk von Pezold, Sarah Schiffer, Sabine Verheyen, Kurt Christ und Mr. Tomm. Stimmungshöhepunkte setzten – wie in den Vorjahren – die 4 Amigos. Für Höhenflüge sorgten die Tänzerinnen der „Palm Beach Girls“. Rappelvoll wurde es beim Aufmarsch der Oecher Penn und schließlich der Prinzengarde.

In Erinnerung bleibt das schmissige Prinzenspiel vor alpiner Kulisse. Almabtrieb wird erst Aschermittwoch erwartet. Bis dahin wartet auf Thomas III. und sein Narrenvolk noch tierisch viel Spaß. Alaaf!

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