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„Alles ist im Fluss, vergänglich, Harmonie gibt es nicht“

Von: Kathrin Albrecht
Letzte Aktualisierung:
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"Ich und du - wir jetzt und hier": In der Galerie des Kulturwerkes AC in den Aachen-Arkaden warten Christina Wilms und Theo Ramrath heute auf die Gäste zur Vernissage.

Aachen. „Ich und du – wir jetzt hier.“ Unter diesem Motto präsentiert das Kulturwerk Aachen seine aktuelle Ausstellung. Es werden die Arbeiten dreier Künstler zu was sie bewegt, wie sie die Welt sehen, fühlen und darstellen, gezeigt. „Seit einem Jahr laufen die Planungen“, erzählt Annely Kall vom Kulturwerk. Zu sehen sind Werke von Ursula Spinner-Cerutti, Christine Willms und Theo Ramrath.

Spinner-Cerrutis Fabelwesen

Sofort ins Auge fallen dabei die großformatigen Bilder der 84-jährigen Ursula Spinner-Cerruti. Blow Ups nennt die Künstlerin selbst ihre Collagen, die in bunten Farben fabelhafte Wesen zeigen. „Alles ist im Fluss, vergänglich, Harmonie gibt es nicht. Bewegung ist die einzige Konstante“, schreibt sie ihre Gedanken zu ihren Werken auf. „Gleichzeitig beinhalten ihre Werke aber auch immer ein Quäntchen Ironie“, erzählt Christine Wilms, die nicht nur ihre eigenen Werke in der Ausstellung präsentiert, sondern auch die Tochter der Künstlerin ist. Ihre Idee war es auch, den dritten im Bunde, Theo Ramrath, mit ins Boot zu holen. Alle verbindet eine langjährige Freundschaft.

Als Ramrath noch Rahmen für die Bilder von Ursula Spinner-Cerutti herstellte, lernte man sich gegenseitig kennen und schätzen. Sowohl bei seinen Bildern als auch bei seinen dreidimensionalen Objekten arbeitet er mit den verschiedensten Materialien zusammen, verbindet Papier, Leim, Holz und Knochen miteinander. Seine Materialbilder bilden gemeinsam mit den Blow Ups von Spinner-Cerutti gleichsam den Rahmen für die Skulpturen und Objekte in der Mitte des Raums. Im Mittelpunkt steht dabei die Skulptur von Wilms. Ein festlich gedeckter Tisch für zwei lädt zum Platz nehmen ein.

Auf Wunsch fotografiert Wilms die Besucher an der Tafel. Weiß und grün übermalte Milchtüten und Blechdosen umrahmen sie. Die grünen Milchtüten formen dabei die Wörter „ich + du“. Außerdem zeigt sie kleinere Keramikskulpturen und unter dem Titel „Kunststückchen“ Arbeiten, die mit Schülern ihres langjährigen Kunstkurses zum Thema der Ausstellung entstanden sind. Auf Keramikfliesen, umrahmt mit leeren Blisterverpackungen setzten die jungen Künstler sich selbst und Menschen oder Dinge in Szene, die in besonderer Verbindung zu ihnen stehen: Kuscheltiere, Geschwister oder Freunde.

Nachwuchs an Kunst heranführen

Die Idee, den Nachwuchs an die Kunst heranzuführen, ist auch ein Ziel des Kulturwerks, so Kall.

Bis zum 8. Februar ist die Ausstellung in der Galerie Kulturwerk in der ersten Etage der Aachen-Arkaden an der Trierer Straße dienstags bis samstags von 13 bis 19 Uhr zu sehen. Eröffnet wird sie heute um 17 Uhr. Dirk Tölke, Kunsthistoriker und Dozent an der Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg, wird in die Ausstellung einführen.

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