Aachen - Alles für die Kleinen: 21 Kita-Bauprojekte

Alles für die Kleinen: 21 Kita-Bauprojekte

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
9829172.jpg
21 Projekte, 20 Millionen Euro Investition: Die Stadt muss bauen, um U3-Plätze zu schaffen. So entstehen etwa an der Bergstraße (1) ein farbenfroher Anbau, an der Passstraße (2) eine ganz neue Kita und am Kronenberg (3) sowie an der Düppelstraße (4) Erweiterungen. Foto: Andreas Steindl
9829180.jpg
21 Projekte, 20 Millionen Euro Investition: Die Stadt muss bauen, um U3-Plätze zu schaffen. So entstehen etwa an der Bergstraße (1) ein farbenfroher Anbau, an der Passstraße (2) eine ganz neue Kita und am Kronenberg (3) sowie an der Düppelstraße (4) Erweiterungen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Anfangs ließ es die Stadt gemächlich angehen. Zwar stand schon Ende des vergangenen Jahrzehnts längst fest, dass ab August 2013 Kinder unter drei Jahren einen gesetzlichen Anspruch auf einen Kita-Platz haben würden.

Doch so richtig Schwung bekam die städtische Reaktion darauf erst, als bei eingehenden Analysen klar wurde: Aachen wird trotz einer schon damals im Landesvergleich relativ guten Quote bei U3-Plätzen diesen Anspruch bei weitem nicht erfüllen können. Dann wurde rotiert. Schließlich wurde ein umfangreiches Programm konzipiert. Es trägt den Titel „U3-Programm Ausbau der Kitas 2012-2016“. Der Inhalt: 21 Projekte mit einer Investitionssumme von rund 20 Millionen Euro, darunter vier Neubauten, drei größere Um- und Erweiterungsbauten sowie 14 kleinere Maßnahmen mit Kosten von bis zu 400.000 Euro – übers ganze Stadtgebiet verteilt. Umgesetzt wird das Programm vom städtischen Gebäudemanagement, „Auftraggeber“ ist der Fachbereich Kinder, Jugend und Schule. Einige Beispiele aus dem Programm zeigt der zehnte Teil unserer Serie „Bauen in Aachen“:

Die Planung: Im idyllischen Farwickpark an der Passstraße – in Nachbarschaft zum Stadtgarten – gab es zuvor bereits zwei Kitas. Doch diese entsprachen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Im Zuge der U3-Ausbauplanung wurde beschlossen, diese beiden Kitas weitgehend abzureißen und eine neue Einrichtung zu bauen. Stehen bleiben sollte jedoch ein Gebäude aus dem Jahr 1917. Hier entschied man sich für eine Sanierung. Geplant vom Aachener Architektenbüro Hahn-Helten, entsteht nun ein Gebäude für fünf Kita-Gruppen mit einer Nutzfläche von 721 Quadratmetern, darunter auch integrative Gruppen. 20 neue U3-Plätze werden geschaffen. Die Investitionssumme liegt laut Gebäudemanagement bei 3,1 Millionen Euro.

Der Stand der Dinge: Abriss und Neubau begannen Ende 2013. Mittlerweile ist der Bau bereits weit fortgeschritten und geht seinem Ende entgegen.

Die Fertigstellung: Die Stadt rechnet damit, dass die neue Kita Passstraße noch in diesem Frühjahr fertig sein wird.

Kita Kalverbenden

Die Planung: Wie an der Passstraße entsteht in Burtscheid ein Neubau für fünf Gruppen. In ihnen werden 80 Kindern Platz haben, 20 davon unter drei Jahren. Es gibt zehn Plätze für Kinder über drei Jahren mit Behinderung. Der geschwungene Baukörper, der vom Aachener Büro „kadawittfeld“ entworfen wurde, steht in Nachbarschaft zum „Haus der Jugend“. Die Nutzfläche der neuen Kita wird bei rund 750 Quadratmetern liegen, die Investitionssumme beträgt 3,4 Millionen Euro. Im Sommer 2013 begann der Abriss eines seinerzeit dort stehenden Gebäudes, dann startete der Neubau.

Der Stand der Dinge: Auch hier gilt Ähnliches wie bei der Kita Passstraße: Die Arbeiten sind bereits weit fortgeschritten. Zuletzt wurde letzte Hand an die markante Fassade gelegt.

Die Fertigstellung: Auch in Burtscheid rechnet die Stadt mit einer Fertigstellung in diesem Frühjahr.

Kita Bergstraße

Die Planung:Dieses Projekt ist ein Beispiel für jene größeren Um- und Erweiterungsbauten zugunsten der Zahl der U3-Plätze. Und dieses Projekt ist zumindest von außen sicher das auffälligste. Denn der von Kaiser-Schweitzer-Architekten geplante Erweiterungsbau der Kita an der Bergstraße kommt in kräftigen Farbtönen daher. In ihm finden auf einer Nutzfläche von knapp 320 Quadratmetern zwei U3-Gruppen Platz. Das Gebäude schließt sich an die bestehende Kita an, in der drei Gruppen für Kinder über drei Jahren untergebracht sind. Baubeginn war Ende 2013.

Der Stand der Dinge: Wie es meistens so ist, wenn man in der Innenstadt baut, so war es auch diesmal. Zunächst hatten die Archäologen das Sagen und gruben sich ein Stück weit in die Aachener Historie vor. Gefunden wurden gut erhaltene Gebäudeteile aus mehrere Jahrhunderten, die wichtige Erkenntnisse zur Stadtgeschichte brachten. Nachdem die Archäologen ihre Arbeit getan hatten, ging es mit dem Erweiterungsbau los. Mittlerweile ist er schon recht weit fortgeschritten.

Die Fertigstellung: Geplant war Sommer 2015. Laut Gebäudemanagement wird sich dieser Termin wegen der vorangegangenen Grabungsarbeiten verzögern. Auch die kalkulierte Bausumme von 1,34 Millionen Euro werde deswegen höher ausfallen.

Kita Düppelstraße

Die Planung: In der Düppelstraße im Ostviertel stehen die bisherige Kita und die Grundschule direkt nebeneinander – in über 100 Jahre alten Gebäuden. Im Zuge des U3-Programms entschied man sich hier für eine Erweiterung der bestehenden Kita. Errichtet wird ein Bau mit einer Nutzfläche von 480 Quadratmetern, der vom Büro Glashaus-Architekten geplant wurde. Durch die Erweiterung ist Platz für zwei U3-Gruppen mit insgesamt 20 Plätzen.

Der Stand der Dinge: Baubeginn für diese Erweiterung war im Herbst. Das Projekt befindet sich derzeit im Rohbau.

Die Fertigstellung: Das städtische Gebäudemanagement gibt als geplanten Termin für die Fertigstellung Frühjahr 2016 an. Die Kosten belaufen sich auf knapp 1,9 Millionen Euro.

Kita Kronenberg

Die Planung: Auch an die Kita Kronenberg 132 unterhalb der Westhalle nahe der Vaalser Straße wird angebaut. Wie bisher soll die Kita laut Gebäudemanagement auch später vier Gruppen haben, zwei davon demnächst als integrative U3-Gruppen. Der von Frey-Architekten geplante, 600.000 Euro teure Anbau dient dem „differenzierten Arbeiten“, wie es in der Erläuterung heißt. Das bedeutet, dass die Räume sowohl zum Schlafen wie auch für Gruppenaktivitäten genutzt werden können.

Der Stand der Dinge: Die Arbeiten begannen im September 2014 mit Pfahlgründungen. Derzeit wird die Fassade hergerichtet.

Die Fertigstellung: Die Stadt rechnet mit einem Ende der Arbeiten im Sommer dieses Jahres.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert