Alles andere als alte Hüte im Barocksaal

Von: Svenja Pesch
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Großartige Stimmung bei einfallsreicher Illumination: Im Barocksaal des Alten Kurhauses feierten die Ehrenhüte mit ihrer Gästeschar, unter anderem sorgten die „Wheels“ für den passenden Tanzsound. Foto: Andreas Schmitter
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Lust zum Mitmachen? Bei den Auftritten der Showtanzgruppe „TN Boom“ stellte sich diese Frage nicht wirklich. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Traditionen setzen eine gewisse Routine voraus. Und mit bestehender Routine geht nicht selten die Gefahr der Eintönigkeit einher. Nicht so bei den Ehrenhüten des AKV.

Die „jungen Wilden“ zeigten bei ihrer traditionellen Karnevalsparty im Florresei-Palast, dass sie jedes Jahr aufs Neue für ausgelassene Partystimmung ab der ersten Minute sorgen.

Bunt kostümiert als Biene, Elefant oder Pilot trudelten die Narren schon zu früher Abendstunde ein, um im Barocksaal des Alten Kurhauses die fünfte Jahreszeit zu zelebrieren. Musikalisch war für jede Altersklasse etwas dabei. Die „Wheels“ heizten mit einem bunten Mix aus alten Klassikern und neuen Stücken ein, die erstmals eingeladene Brass- und Performanceband „Druckluft“ brachte ordentlich Rhythmus unter das Tanzvolk und das Duo „Saxity“ gab zu später Stunde Electrobeats zum Besten.

Natürlich durften die 4 Amigos sowie Prinz Thomas III. ebenfalls nicht fehlen. Die aktuell acht Ehrenhüte sowie drei Ehrenhutanwärter sah man an diesem Abend bei dem – wen wundert´s – traditionellen Ehrenhuttanz mit der Showtanzgruppe „TN Boom“ gemeinsam auf der Bühne.

Sonst hatte jeder der Jungs einen eigenen Aufgabenbereich, um den er sich kümmerte. Eine Frage stellte sich dem ein oder anderen Besucher beim Betrachten der Kostüme der Ehrenhüte dann doch. „Wo sind eigentlich die in eurem Namen enthaltenen Hüte?“ Ehrenhut Simon Adenauer löste das Rätsel um die närrische Kopfbedeckung auf: „Früher waren die Ehrenhüte die Saaleinweiser bei der Florresei und trugen dabei ihre Hüte. Heute setzen wir sie allerdings nur noch zweimal im Jahr auf. Bei der Veranstaltung „Wider den tierischen Ernst“ und beim Theaterball.“

Eine weitere Tradition ist, dass die Ehrenhutanwärter sich eine Session bewähren müssen, unverheiratet und mindestens 18 Jahre alt sind sowie jede Menge Spaß am Öcher Fastelovvend haben.

Hohe Hürden

Wenn diese Kriterien erfüllt sind, hat man die Ehre, für maximal elf Jahre ein Teil der Truppe zu sein. Andor Schmitz, Torsten Weber und Noah Krings hoffen aktuell, bald festes Mitglied der jungen Narren zu sein. Und hier kommt wieder die Routine ins Spiel. Denn nur wer Jahr für Jahr immer wieder aufs Neue zeigt, dass unter der Organisation und Leitung der Ehrenhüte die Florresei zu einer echten Partyhochburg für Öcher Jecke wird, der kann das Altbewährte guten Gewissens an die nächste Generation weitergeben. Die Chance dafür stehen aber bestens.

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