Alleenfest: Ein Dorffest mitten in der Stadt

Von: Svenja Pesch
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Dichtes Gedränge auf der Oppenhoffallee: Beim Alleenfest der „Frankenb(u)erger“ war der Flohmarkt wieder einmal sehr gefragt. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Wenn Ingo Klusemann und Christoph Lenssen, erster und zweiter Vorsitzender des Vereins „Frankenb(u)erger“, von „ihrem“ Viertel erzählen, dann merkt man schnell: Inmitten der vielen Altbauten, tollen Denkmäler und des Frankenberger Parks lebt und genießt der Öcher besonders gut und gern.

Zu dieser Wohlfühlatmosphäre trug auch das nun zum zehnten Mal stattfindende Alleenfest in der Oppenhoffallee bei. Wobei es streng genommen das elfte Fest war, wie Klusemann erzählte: „Vor elf Jahren hatten wir einen inoffiziellen Probelauf.

Damals war die Parksituation im Viertel sehr schwierig, und gemeinsam mit den Anwohnern haben wir einige Plätze frei gemacht, um zu zeigen, dass hier etwas Besseres passiert als nur Nörgeleien und Ärger bezüglich der Parkplätze. So entstand auch die Idee zum Alleenfest.“ Ansässige Läden und Institutionen präsentieren sich seitdem jährlich.

Aber vor allem der Flohmarkt lockte auch dieses Mal wieder unzählige Besucher schon zu früher Stunde an. „Bereits nach zwei Tagen waren alle Plätze ausgebucht“, so Lenssen. Dabei waren es ausschließlich „Frankenbürger“, die ihre Waren verkauften. Vom Schaukelpferd über Klamotten bis hin zu besonders originellen Schätzen war alles dabei, was das Sammler- und Shoppingherz höher schlagen ließ.

Charakter des Viertels wahren

Den Akteuren vom Verein „Frankenb(u)erger“ geht es vor allem darum, den Charakter des Viertels zu wahren und zu fördern. Dazu gehören neben dem Alleenfest der Denkmalschutz, bürgerschaftliches Engagement sowie ein familiäres Miteinander. Gemeinsam konnten die Vereinsmitglieder schon so manche Verbesserung und Änderung herbeiführen.

Insbesondere die familiäre Atmosphäre merkte man beim Schlendern über den Flohmarkt direkt: „Was willst du denn für das Regal haben?“, fragte Wilbert Schenk Thorsten Kuck. Dieser überlegte und antwortete nach längerem Zögern: „Das ist schon schön, ich weiß. Also eigentlich zwölf Euro. Ach was, nimm es mit, wir sind schließlich Nachbarn. Dann trinken wir einfach einen Wein bei dir auf dem Balkon.“

So laufen also Verkaufsgespräche unter Nachbarn. Allerdings sei Kuck auch bei Besuchern von „außerhalb“ sehr großzügig und handelsbereit, wie er lachend hinzufügte.

Überhaupt herrschte auf dem Grünstreifen in der Oppenhoffallee eine ausgesprochen dörfliche Atmosphäre. Jeder kannte jeden, und so wechselten nicht wenige Gegenstände lediglich den Besitzer, nicht aber das Wohnhaus.

Für Klusemann und Lenssen passte an diesem Tag alles. Super Wetter, super Verkaufsatmosphäre und ein Viertel, in dem das Miteinander seit vielen Jahren im Vordergrund steht.

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