Aachen - Alle siebeneinhalb Minuten hält ein Bus am Campus Melaten

Alle siebeneinhalb Minuten hält ein Bus am Campus Melaten

Von: Oliver Schmetz
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Dass die Aseag am Donnerstag ihren neuen Fahrplan im WZL-Gebäude an der Steinbachstraße und damit quasi zu Füßen des neuen Campus´ Melaten vorstellte, war ein Akt der Symbolik - aber nicht nur.

Denn im Gepäck hatten die Vertreter des Aachener Nahverkehrsunternehmens auch eine handfeste Verbesserung für Studenten und Forscher: Ab kommenden Sonntag steuern zwei neue Buslinien das Hochschulerweiterungsgebiet an Melaten an.

Die „73” fährt dann als durchgehende Verbindung vom Bahnhof Rothe Erde über Bushof, Pontviertel, Westbahnhof, Hörn und Campus Melaten zum Klinikum. Nimmt man die „33” vom Bushof in Richtung Klinikum hinzu, erreicht die Aseag auf dieser Strecke einen 7,5-Minuten-Takt. „Solch einen schnellen Takt zwischen allen Hochschulstandorten haben wir noch nie anbieten können”, freut sich Hermann Paetz, Centerleiter Verkehr bei der Aseag. Ergänzt wird das Angebot durch die neue „173”, die morgens und nachmittags im Berufsverkehr je zwei zusätzliche Fahrten bestreitet - und zwar von und nach Brand und anders als die „73” über die Süsterfeldstraße statt über die Halifaxstraße zur Uniklinik.

Und das ist erst der Anfang. „Wir begleiten die Campus-Entwicklung und werden unsere Kapazitäten schrittweise dem wachsenden Bedarf anpassen”, gibt Aseag-Chef Hans-Peter Appel den Weg vor. Die groben Pläne liegen schon in der Schublade. 2012 wolle man unter anderem die Linien 5 und 45 verlängern, 2014/16 ein „hochwertiges Bussystem mit eigener Trasse” zu den Campus-Arealen führen. Und am Ende - etwa 2018 oder 2020 - soll dann eine schienengebundene Stadtbahn stehen. „Der Campus ist die große Chance für Aachen, mit einem innovativen Stadtbahnsystem in die Zukunft zu gehen”, ist Appel überzeugt.

Diese Zukunftsmusik dürfte Dr. Hermann Brandstetter, Geschäftsführer der Campus GmbH, gefallen. Schließlich hat er klare Erwartungen an den innerstädtischen Nahverkehr: „Wir brauchen ein Konzept, dass die neuen Campus-Flächen schnell anbindet an Super C und Hauptgebäude.” Und nicht nur das: Eine Städteregion, die fast so groß ist wie Hamburg, so viele Einwohner hat wie Düsseldorf, mehr Studenten als Harvard und mehr Unternehmen als Zürich, müsse überregional verkehrlich besser vernetzt sein. „Denn all diese Städte sind besser angebunden als wir.”

Dafür ist die Aseag allerdings nicht zuständig. Sie konzentriert sich mehr auf das Geschäft vor der Haustüre, und da hat sie zum Fahrplanwechsel am 13. Juni einige Änderungen parat. So wird es dann bessere Busanbindungen an die Gewerbegebiet Aachener Kreuz, Krefelder Straße und Grüner Weg sowie zu den Arealen Eilendorf-Süd und Hüls geben. Auch eine neue Linie 50 zwischen Eilendorf und Brand wird angeboten. Dazu gibt es neue Spätfahrten - auch zwischen den Hochschulbereichen -, mehr Schnellbusfahrten und am Ende auch noch einen Blick über den Tellerrand. „Wir wollen der Städteregion stärker Rechnung tragen”, sagt Paetz. Und meint auch das nicht nur symbolisch. Denn auch hier gibt es handfeste Verbesserungen: Die Nachbusse der Aseag fahren nämlich ab sofort ab Verlautenheide weiter Richtung Herrzogenrath und Merkstein („N3”) und über Eilendorf bis Stolberg („N8”).
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert