Alfons Nossol mit Klaus-Hemmerle-Preis ausgezeichnet

Von: Hanna Sturm
Letzte Aktualisierung:
hemmerlebild
Verleihung des Hemmerle-Preises im Dom (v.l.n.r.): Landesbischof i.R. Dr. Christian Krause, Preisträger Erzbischof Dr. Alfons Nossel, Laudator Professor Dr. Hans Maier, Kavekin Beledjan (armenische Kirche), Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff, Peter Forst und Frederike Koller (Fokolar-Bewegung). Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Eine so lange Schlange von Gratulanten hatte sich schon vor der Preisverleihung um Erzbischof Alfons Nossol gebildet, dass die Feier erst mit Verzögerung zu beginnen drohte. Im Aachener Dom erhielt Alfons Nossol, der kürzlich emeritierte Erzbischof von Oppeln, den Klaus-Hemmerle-Preis der Fokolar-Bewegung.

Der 1994 gestorbene Aachener Diözesanbischof Klaus Hemmerle war der christlichen Fokolar-Bewegung, die sich in über 180 Ländern für Einheit und Geschwisterlichkeit über nationale und konfessionelle Grenzen hinweg einsetzt, sehr verbunden. Zum zehnjährigen Todestag stiftete die Fokolar-Bewegung deshalb den Klaus-Hemmerle-Preis, mit dem alle zwei Jahre Persönlichkeiten ausgezeichnet werden, die im Sinne des ehemaligen Aachener Bischofs als Brückenbauer den Dialog zwischen Kirchen, Religionen und Weltanschauungen fördern.

Die Laudatio auf den Preisträger hielt Professor Hans Maier, früherer Bayrischer Kultusminister und ehemaliger Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken. „Alfred Nossol ist ein Mensch, der kein Aufhebens von sich macht, der meist im Stillen wirkt, ein Wissenschaftler, Lehrer, Seelsorger, ein treuer Arbeiter im Weinberg des Herrn”, charakterisierte er den Preisträger, der sich stets für die deutsch-polnische Versöhnung und für die Annäherung von katholischen und evangelischen Gläubigen eingesetzt habe.

Wichtige Stationen dieses Wirkens waren etwa die von ihm gelesene Versöhnungsmesse drei Tage nach dem Fall der Berliner Mauer in Kreisau, bei der Helmut Kohl und der polnische Ministerpräsident Mazowiecki den Friedenskuss tauschten, oder seine Rolle bei der „Gemeinsamen Erklärung über die Rechtfertigung”, die Katholiken und Protestanten vor elf Jahren unterzeichneten.

Auch Bischof Heinrich Mussinghoff würdigte in seinem Grußwort das Wirken des Preisträgers und erinnerte an Bischof Klaus Hemmerle. „Wir verehren in ihm nicht nur den geistlichen Menschen, den gelehrten Philosophen und Theologen, sondern auch den Liebhaber von Musik, Malerei und Sprache, den schlagfertigen und humorvollen Erzähler.”

In seiner Dankesrede unterstrich Alfred Nossol das Datum der Preisverleihung, die auf den Beginn der Gebetswoche für die Einheit der Christen fiel und sagte: „Mir ist es ein Anliegen, ein denkendes Herz stets mit einem liebenden Verstand zu verbinden.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert