Alexianer tief in der Gesellschaft verankert

Von: Svenja Pesch
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Der Mensch und seine Bedürfnisse stehen im Vordergrund: (v.l.) Jürgen Amberg (Direktor Wohn- und Beschäftigungsverbund), Birgit Boy (Regionalgeschäftsführung Alexianer Aachen GmbH), Heinrich Emonts (Leitungs FB Sozialwesen, Stadt Aachen), Beate Kubny (LVR), Birgit Büscher (Moderatorin) und Wolfgang Domma (Katholische Hochschule NRW) feierten mit zahlreichen Gästen das 25-jährige Bestehen des Alexianer Wohn- und Beschäftigungsverbundes. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen. Wer die Gegenwart nicht versteht, kann die Zukunft nicht gestalten.“ Mit dem Zitat des Politikers Hans Friedrich Bergmann hat Jürgen Amberg, Direktor des Alexianer Wohn- und Beschäftigungsverbundes, die Feierlichkeiten anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Alexianer Wohn- und Beschäftigungsverbundes eröffnet.

Die Institution, die 1990 mit einem ersten Schritt in Richtung eines selbstbestimmten und inklusiven Lebens begann, ist heute tagtäglich für rund 700 Menschen mit Behinderung eine wichtige Anlaufstelle.

Der Wohn- und Beschäftigungsverbund gibt Menschen mit psychischen und geistigen Behinderungen sowie Menschen mit Suchterkrankungen ein differenziertes Angebot in den Lebensbereichen Wohnen, Freizeit, Tagesstruktur und Arbeit. Während 1991 noch 260 sogenannte Langzeitpatienten in Mehrbettzimmern im Alexianer Krankenhaus am Alexianergraben lebten, verfügt der Verbund heute über fünf stationäre Wohneinrichtungen und acht Außenwohngruppen mit 120 Wohnplätzen sowie zahlreichen ambulanten Wohn- und Tagesstrukturangeboten für Menschen mit Behinderung, verteilt auf die Sozialräume der gesamten Städteregion.

Birgit Boy, Regionalgeschäftsführerin der Alexianer Aachen GmbH, betonte, dass sich vor allem das Verständnis von Behinderung und der damit verbundenen Betreuung im Laufe der Jahre gewandelt hat: „Unsere Angebote orientieren sich heute an dem modernen Verständnis von Behinderung, das Inklusion von Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen fördert.“ Und Jürgen Amberg ergänzte: „Menschen mit Behinderung wollen leben, wie wir alle leben wollen – nicht in großen Institutionen, sondern in einem selbst gewählten und gestalteten Umfeld, sozial integriert und mit allen Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe.“

Und damit das auch gelingt, stellen die Alexianer in der Städteregion Sozialräume zur Verfügung. Das sind Orte, an dem ein Mensch wohnt, arbeitet und gesellschaftlich verankert ist. Ein Team aus Sozialarbeitern, bestehend aus Pädagogen, Heilpädagogen und Pflegern, kümmert sich um die Bewohner, die in den Wohnheimen in einem Einzelzimmer leben und ähnlich wie Wohngemeinschaften organisiert sind. Für die Zukunft verspricht Jürgen Amberg vor allem eine Sache: „Wir werden den Weg, den wir bisher gegangen sind, konsequent weitergehen. Denn das entspricht unserem Verständnis von Eingliederungshilfe und dem Menschenbild, dem die Alexianer als christlicher Träger verpflichtet sind.“

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