Alexianer-Krankenhaus: Dr. Claus Wolff-Menzler zieht es in die alte Heimat

Von: Sabine Rother
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Dr. Claus Wolff-Menzler gibt aus privaten Gründen nach nur 17 Monaten seine Position als Ärztlicher Direktor des Alexianer-Krankenhauses Aachen wieder ab. Foto: Alexianer-Krankenhaus

Aachen. Alles ist verpackt, die Umzugswagen sind abgefahren Richtung Niedersachsen – der Abschied fällt schwer, und sogar die neuen Nachbarn sind betrübt: Nach nur 17 Monaten verlässt Dr. Claus Wolff-Menzler (45), der im Sommer vergangenen Jahres mit dem Udo-Jürgens-Song „Ein ehrenwertes Haus“ humorvoll seinen Einstand als neuer Chef der Allgemeinpsychiatrie sowie als Ärztlicher Direktor im Alexianer-Krankenhaus Aachen gefeiert hat, die Klinik am Alexianergraben wieder.

Nicht enttäuscht

„Ja, das ist sicherlich eine ungewöhnliche Situation“, meint er im Gespräch mit unserer Zeitung. „Aber es hat sich so vieles in dieser kurzen Zeit ereignet. Da mussten wir uns entscheiden.“ Dabei fiel die Entscheidung nicht etwa, weil das Alexianer-Krankenhaus den neuen Chef enttäuscht hat, im Gegenteil. „Ich habe selten ein inhaltlich so gut aufgestelltes Haus erlebt“, betont er.

Mit dem plötzlichen Tod des Vaters kamen jedoch unerwartete Pflichten auf ihn zu. „Wir haben zwei Immobilien, die wir sanieren, ich war plötzlich nur noch zwischen Aachen und Göttingen unterwegs, um dabei nichts zu versäumen“, beschreibt er einen veränderten Alltag, in dem sich Ehefrau Nadine mit den beiden kleinen Söhnen Carl (2) und Conrad (5) bereits ganz gut eingerichtet hatte – inklusive Kita und schönes Haus. „Meine Frau hatte hier sogar einen Job in Aussicht, das hat aber nicht geklappt, andererseits läuft ihre Elternzeit im Januar aus“, schildert Wolff-Menzler, der im Dezember 2015 Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Medizincontrolling geworden war, eine weitere Überlegung. Für die Position in Aachen hatte er seine Stelle als Leitender Geschäftsführender Oberarzt an der Uniklinik Göttingen aufgegeben.

Neue Chance

Plötzlich drehte sich die gesamte noch frische Situation – Zeit für einen Familienrat: Für Nadine Wolff-Menzler eröffneten sich berufliche Perspektiven als Pharmareferentin im Raume Göttingen und auch ihr Ehemann erhielt ein neues Angebot: die Leitung einer Klinik in der heimatlichen Region wurde unerwartet frei, Claus Wolff-Menzler gilt als idealer Bewerber, die Verhandlungen sind fortgeschritten.

„Wir brauchen eine langfristige Perspektive, nicht zuletzt für die Kinder, die jetzt noch keine Probleme damit haben, sich kurzfristig neu zu orientieren“, sagt der Facharzt. Das Haus in Aachen geben sie nur ungern auf – beste Lage, nette Menschen rundum. Beinahe hätte das Ehepaar sogar bereits eine Immobilie gekauft. „Da war jemand schneller – heute denken wir, es ist gut so, der Abschied wäre noch trauriger.“

Und die Pläne für das Alexianer-Krankenhaus, wo Wolff-Menzler Spezialambulanzen zur Vagus-Nerv-Stimulation und für Patienten mit Angststörungen eingerichtet hat? Er versichert: Alles ist in guten Händen. „Die Alexianer Aachen GmbH wünscht ihm und seiner Familie alles Gute, Glück, Gesundheit und Erfolg auf dem neuen Weg!“ lautet der Abschiedsgruß aus Aachen, wo Dr. Andreas Theilig als Chefarzt und stellvertretender Ärztlicher Direktor für Kontinuität sorgen wird.

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