Alemannia: Unterlassungserklärung wird nicht unterzeichnet

Von: pa
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Hans-Dieter Schaffrath
Hans-Dieter Schaffrath sieht keine Veranlassung, die Unterlassungserklärung zu unterschreiben. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die Frist, die Unterlassungserklärung zu unterschreiben, läuft bis Donnerstagmittag. Hans-Dieter Schaffrath sieht dafür keine Veranlassung. „Ich werde sie sicher nicht unterzeichnen, und denke, die anderen Kollegen auch nicht.“ Die Alemannia-Mitglieder Schaffrath, Ex-Präsident Horst Heinrichs, Ralf Bündgen und Ex-Verwaltungsrat Klaus Offergeld hatten am Wochenende eine Presseerklärung herausgegeben, die überschrieben war: „Präsidium plant das Ende.“

Die Nachricht hatte bundesweit Wellen geschlagen. Dem Vorstand wurde unterstellt, dass er „in den nächsten Tagen die Auflösung des Vereins plane“. Das Quartett wehrte sich juristisch dagegen, verlangt die Unterlassungserklärung und behielt sich eine Schadenersatzklage vor. „In dieser existenziellen Krise der Alemannia derart falsche Behauptungen zu verbreiten, geht zu weit“, hatte sich Schatzmeister Oliver Laven geärgert.

Schaffrath spricht von einer „Ungeschicklichkeit“ in der Überschrift seines Schreibens. Ansonsten: „Ich verstehe nicht, was so ehrenrührig sein soll und wofür wir uns entschuldigen müssten.“ Am Inhalt hält er weitgehend fest. Dafür habe man einen sehr verlässlichen Informanten, den man natürlich nicht preisgeben wolle. Ex-Präsident Horst Heinrichs hatte dagegen gegenüber der WDR-Lokalzeit eingeräumt, „man sei über das Ziel hinausgeschossen“.

Die Behauptungen von Heinrichs & Co. sind bereits in einigen Punkten widerlegt. Entgegen ihrer Angaben gibt es in dieser Woche kein Urteil vor dem Oberlandesgericht Köln in dem Verfahren, das der Mutterverein mit dem Rechtehändler Michael Kölmel führt. Und verärgert reagierte auch der Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning auf die Ankündigung der Briefschreiber, dass mit einer möglichen Insolvenz beim TSV selbst das Startrecht in der Regionalliga gefährdet sei.

„Wir haben enorm viel Arbeit Spieler, Sponsoren und Gläubiger davon zu überzeugen, dass das nicht stimmt“, sagt Sprecher Holger Voskuhl. „Vermeintliche Alemannen-Fans, die das so in ihrer Mitteilung behauptet haben, verfolgen eigene Interessen und schaden mit derartigen Unwahrheiten der Alemannia!“

Die Unterzeichner des Briefes wollen sich laut Schaffrath am Donnerstag noch einmal mit dem Anwalt beraten und dann wohl mit einer weiteren Presseerklärung reagieren.

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