Alemannia: Polizei zeigt Rote Karte

Von: red/pol
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Alemannia Fans Bus
Ankunft in Aachen: Der Bus mit Fans der „Karlsbande“ wurde von der Aachener Polizei gestoppt und anschließend zum Polizeipräsidium eskortiert. Foto: Ralf Roeger
Alemannia Fans Bus
Ankunft in Aachen: Der Bus mit Fans der „Karlsbande“ wurde von der Aachener Polizei gestoppt und anschließend zum Polizeipräsidium eskortiert. Foto: Ralf Roeger
Alemannia Fans Bus
Ankunft in Aachen: Der Bus mit Fans der „Karlsbande“ wurde von der Aachener Polizei gestoppt und anschließend zum Polizeipräsidium eskortiert. Foto: Ralf Roeger
Alemannia Fans Bus
Ankunft in Aachen: Der Bus mit Fans der „Karlsbande“ wurde von der Aachener Polizei gestoppt und anschließend zum Polizeipräsidium eskortiert. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Nach den Auseinandersetzungen rivalisierender Alemannia-Fans am vergangenen Samstag auf einem Rastplatz der Autobahn 8 bei Pforzheim verhängt die Aachener Polizei gegen 46 „Fans“ ein sogenanntes „Aufenthaltsbereichsverbot“. Will heißen: Bei den nächsten zwei Heimspielen wird den meist jungen Männern und Frauen untersagt, sich auch nur in der Nähe des Tivolis aufzuhalten.

Befolgen sie diese Anordnung nicht, droht ihnen ein Zwangsgeld, schlimmstenfalls sogar der Aufenthalt in einer Zelle, teilt die Polzei mit. Sowohl für das Heimspiel der Alemannia gegen den VfL Osnabrück als auch sieben Tage später gegen Arminia Bielefeld gilt dieses Verbot. Der entsprechende Brief der Aachener Polizei wird den Beteiligten, die in der hiesigen Region, in Heinsberg, Düren und im Rhein-Erft-Kreis wohnen, noch diese Woche von Polizeibeamten persönlich übergeben.

 Die Auseinandersetzung vom Wochenende ist der vorläufige Höhepunkt eines länger andauernden Streites innerhalb zweier Fangruppierungen von Alemannia Aachen. Bereits mehrfach war es in der Vergangenheit zu teils gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Mitgliedern der verfeindeten „Aachen Ultras“ und der „Karlsbande“ gekommen.

Am Samstag, kurz vor 17 Uhr, gab es auf der Heimfahrt nach dem Spiel der 3. Fußball-Liga VfB Stuttgart II gegen Alemannia Aachen auf dem Rastplatz einen weiteren Übergriff. Ein mit Mitgliedern der „Karlsbande“ besetzter Bus traf auf dem Rastplatz auf das mit drei jungen Männern und zwei Frauen besetzte Auto von „Aachen Ultras“.

Nach Angaben von Zeugen stürmte ein Großteil der Insassen auf den Pkw zu. Dessen Fahrer, der das Unheil erkannte, versuchte vergeblich wegzufahren und zu flüchten. Sofort war der Pkw Ziel des Übergriffs.

Durch Tritte und Flaschenwürfe wurde das Auto erheblich beschädigt wobei sogar die Windschutzscheibe zu Bruch ging. Nach derzeitigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Am Pkw entstand erheblicher Sachschaden.

 Die Geschädigten fuhren darauf mit dem beschädigten Auto zur nächsten Polizeidienststelle und schilderten dort den Sachverhalt. Um weitere Auseinandersetzungen zu unterbinden, wurde eine Begleitung des in den Niederlanden angemieteten Reisebusses durch insgesamt drei Bundesländer für erforderlich gehalten und organisiert.

Kurz vor 23 Uhr nahm die Aachener Polizei den Bus am Rastplatz Aachener-Land in Empfang. Ankunft am Präsidium um 23.15 Uhr.

In Bereitschaft gehaltene Aachener Polizisten stellten hier von allen Businsassen die Personalien fest. Dabei sind 12 Insassen den Behörden aus der „Datei Gewalttäter Sport“ bekannt oder gelten als gewalttätig.

Gegen alle Insassen hat die Staatsanwaltschaft in Pforzheim zwischenzeitlich ein Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch und Sachbeschädigung eingeleitet.

Ungeachtet des Ausgangs des Ermittlungsverfahrens hat das Aufenthaltsbereichsverbot das Ziel, Straftaten und Übergriffe auf Fans zu verhindern, die Besucher von Fußballspielen schützen. Darüber hinaus lässt die Behörde prüfen, ob wegen der erforderlichen Polizeibegleitung Regressansprüche zu stellen sind.

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