Alemannia organisiert Public Viewing

Von: Hans-Peter Leisten und Stephan Mohne
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Packt das Projekt Public Viewing im Tivoli an: Alemannia-Geschäftsführer Alexander Mronz. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Nun also doch: Die Spiele der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien kann man live im Tivoli verfolgen. Beim Regionalliga-Spiel der Alemannia gegen Wattenscheid am Samstag nutzte Stadionsprecher Robert Moonen die Gelegenheit und informierte die Fans.

Demnach wird beim Public Viewing auf der Stehtribüne Platz für 5000 Zuschauer sein. Der Eintritt wird frei sein.

Alemannia-Geschäftsführer Alexander Mronz machte am Sonntag im Gespräch mit unserer Zeitung noch ein kleines Fragezeichen hinter die Großveranstaltungen: „Wir haben bei der Stadt einen entsprechenden Antrag auf Nutzungsänderung gestellt.“ Mit diesem sei derzeit die Bauaufsicht befasst. „Ich bin aber sehr optimistisch, dass es klappt. Die Anzeichen deuten alle darauf hin.“

Aufgebaut werden soll eine 6,3 mal 3,6 Meter große LED-Wand, die laut Mronz auch noch ein kleines Stück größer werden könnte. Ziel des Ganzen sei es, das Image des Tivoli als Veranstaltungsstätte aufzupolieren und zu zeigen, dass dort eben doch andere Veranstaltungen als „nur“ Fußballspiele möglich sind.

Just dazu hatte es neulich im Betriebsausschuss des Eurogress eine nicht-öffentliche Vorlage gegeben. In der hatte es wörtlich geheißen: „Nach Rücksprache mit der Technikfirma, die die Alemannia von Beginn an im neuen Tivoli technisch betreut hat, kommt es bei einer ausreichend großen LED-Wand zu statischen Problemen mit der Rasenheizung.“ Mronz hingegen betonte am Sonntag, dass mit der Alemannia selbst nie über das Thema geredet worden sei.

Der Klub jedenfalls hat eine verblüffend einfache Lösung für das Rasenproblem gefunden: „Die Wand wird nicht auf dem Rasen stehen“, so Alexander Mronz. Jenseits der Spielfläche sei der betonierte Umlauf, auf den eine Bühne und darauf die Wand gebaut werde. Lediglich etwas mehr als ein Meter hinter dem Tor werden an Rasenfläche überbaut. „Da kann man den Rasen aber einfach austauschen, so es überhaupt zu Problemen kommt“, erklärt der Alemannia-Geschäftsführer.

Bleibt die finanzielle Seite. Der Geschäftsführer erläutert, dass die Organisation des Public Viewings ein teurer Spaß werde. – „und wir sind bekanntlich finanziell nicht auf Rosen gebettet“. So hofft man einerseits auf einen großen Zuschauerzuspruch – und darauf, dass diese Zuschauer dann auch reichlich Getränke und Speisen konsumieren. Andererseits sind Sponsoren vonnöten. Zwei habe man gefunden, so Mronz. Die Namen will er bekanntgeben, wenn die Bauaufsicht die Signale auf Grün schaltet. Weitere Sponsoren, so Mronz, sind äußerst willkommen.

Apropos Grün: Die Idee zum Public Viewing hatten die Grünen bereits Anfang des Jahres formuliert und zeigten sich entsprechend enttäuscht über die Auskünfte der Verwaltung. Jetzt ist die Freude entsprechend: „Alemannia ist der richtige Veranstalter. Wir sind überzeugt, dass das Public Viewing im Tivoli ein großer Erfolg wird.“ Man sehe daran, dass vieles möglich ist, wenn man nur wolle.

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