Alemannia-Legende startet Rad-Klassiker

Von: Tim Habicht
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Beliebte Logenplätze beim Rad-Klassiker: Direkt neben den Kneipen- und Restaurantbesuchern in der Schmiedstraße rasen die Radrennfahrer auch bei der 40. Auflage von „Rund um Dom und Rathaus“ übers tückische Kopfsteinpflaster. Foto: Andreas Schmitter
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Hat sichtlich Spaß am Radsport: Alemannia-Legende Jupp Martinelli schickt die 100 Fahrer des Hauptrennens auf die anstrengenden 80 Runden durch die Aachener Altstadt. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Der Regen ist inzwischen gewichen. Die Sonne scheint wieder warm über der Kaiserstadt. Und das Kopfsteinpflaster am Marktplatz ist nun auch wieder trocken. Perfekte Bedingungen also für die Halbprofis und Amateure vor dem Start des Radrennens „Rund um Dom und Rathaus“ an diesem frühen Samstagabend.

Das sah bei den ersten Wettbewerben des Tages, bei C-Klasse und U19, noch anders aus. „Da mussten wir leider im Regen starten. Das macht die ohnehin schwere Strecke natürlich noch härter und vor allem gefährlicher“, beschreibt Guido Diefenthal, Präsident des ausrichtenden RC Zugvogel 09 Aachen, das Dilemma für den Radsport-Nachwuchs. Und so gab es dann auch einen Sturz. Aber bis auf ein paar blutige Knie blieben die schwierigen Verhältnisse zum Glück ohne Folgen für die Fahrer.

Trockenes Pflaster, hohes Tempo

Mit nassem Kopfsteinpflaster müssen die 100 Fahrer des Hauptrennens dann zwar nicht kämpfen, dafür ist aber das Tempo, vor allem in der Spitzengruppe, noch einmal wesentlich höher als vorher. Und auf die Strecke geschickt werden sie von einem sehr prominenten Aachener: Josef „Jupp“ Martinelli, Alemannia-Legende und erfolgreichster Torschütze der schwarz-gelben Fußballer aller Zeiten, schwenkt die Flagge zum Start. „Nervös wäre ich nur gewesen, wenn sie mir eine Pistole zum Startschuss in die Hand gedrückt hätten. Aber so eine Flagge, das geht in Ordnung“, sagt Martinelli lachend.

Der Ex-Fußballer, der mit der Alemannia auch in der 1. Bundesliga unterwegs war, hegt eine große Verbundenheit zum Radsport. „Ich bin damals immer von Kohlscheid aus mit dem Fahrrad zum Fußball-Training nach Aachen gefahren. Aber generell bin ich seit den 50er Jahren sehr radsportbegeistert und war ein großer Anhänger von Eddy Merckx“, erzählt „Mister Alemannia.“

Das Radrennen „Rund um Dom und Rathaus“ hat Martinelli beinahe jedes Jahr verfolgt. „Die Art des Rennens hat sich in all den Jahren nicht verändert. Es ist immer eine extrem schwierige Strecke geblieben, die sehr anspruchsvoll für die Fahrer ist“, entpuppt sich das Fußball-Idol als Radsportexperte. Wie anstrengend die 80 Runden oder 72 Kilometer für die Halbprofis in der Aachener Innenstadt sind, wissen sie bereits nach wenigen Metern. Die Fahrt auf dem Kopfsteinpflaster beansprucht Fahrer und Material gleichermaßen stark.

„Wir sind sehr zufrieden mit den Meldezahlen. Jeweils 100 Fahrer gehen in beiden Rennen an den Start, und trotz des harten Streckenprofils kommen immer sehr viele Fahrer aus ganz Europa“, sagt Diefenthal. Zum 40. Geburtstag des Radrennens sind Fahrer und Teams aus Österreich, Tschechien und sogar Israel in Aachen. „Das Fahrerfeld ist sehr stark und ausgeglichen besetzt. Da weiß man vorher nie, wer der Favorit ist. Denn vor allem die Fahrer aus dem Ausland kann man nicht einschätzen“, so Diefenthal.

Für den Sieger des Hauptrennens – Dennis Klemme – gibt es im Übrigen 400 Euro Preisgeld plus etwaige Prämien. „Es soll sich ja auch ein bisschen lohnen, dass die Fahrer am Ende die Handflächen vom Kopfsteinpflaster aufgerissen haben“, sagt Diefenthal.

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