Aachen - Alemannia kooperiert mit Heinrich-Heine-Gesamtschule

Alemannia kooperiert mit Heinrich-Heine-Gesamtschule

Von: Robert Flader
Letzte Aktualisierung:
koopalembu1
Die Stars von morgen: Alemannia Aachen will den Nachwuchs stärken. Dazu zählt eine neue Kooperation mit der Heinrich-Heine-Gesamtschule. Begabte sollen so an den Verein gebunden werden. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Casting-Shows liegen voll im Trend, möchte man meinen. Auch wenn über ihren Sinn gestritten werden darf. Vermeintliche Talente werden über Nacht hochgejubelt und ebenso schnell wieder fallengelassen. Doch mit einschlägigen TV-Shows hat das, was die Alemannia und die Heinrich-Heine-Gesamtschule im Sommer beginnen wollen, wenig gemeinsam.

„Wir wollen sportbegeisterte und talentierte Schüler intensiv fördern”, sagt Frank Pieper, neuer Leiter des Nachwuchsleistungszentrums von Alemannia Aachen.

Im Zuge einer für Aachen bislang einzigartigen Kooperation mit der Heinrich-Heine-Gesamtschule (HHG) will der Zweitligist ab dem Schuljahr 2010/11 die besten Nachwuchskicker aus der Region langfristig begleiten und - im Optimalfall - auch für sich gewinnen.

Dazu soll in der HHG eigens eine Sportklasse für die neuen Fünftklässler eingerichtet werden, „die gleichermaßen Platz für Sport als auch für Lerninhalte lässt”, weiß Pieper aus seiner Vergangenheit beim Hamburger SV am Beispiel einer ähnlichen Kooperation zu berichten. Die HHG sei Alemannias Wunschpartner, „da sie weit mehr Sport anbietet als jede andere Aachener Schule und mit einer Halle, einem Rasen- und Aschenplatz auch die nötigen Voraussetzungen besitzt.”

So sollen die „Sportklässler” auf etwa sechs bis sieben Stunden Sport in der Woche kommen, darunter auch ein bis zwei Trainingseinheiten mit Nachwuchstrainern der Alemannia. „Das entspricht fast 80 zusätzlichen Trainingseinheiten pro Jahr”, rechnet Pieper den Vorteil der Sportklasse vor und sieht durch die Kooperation „sehr gute Vernetzungsmöglichkeiten.”

Grundsätzlich sei es wichtig, Schule und Sport gleichermaßen unter einen Hut zu bekommen. „Sport als einziges Standbein ist in diesem jungen Alter zu wenig. Allein durch Verletzungen kann einfach zu viel schiefgehen.” Falls mancher Jugendlicher im fortgeschrittenen Alter den Sprung zur Alemannia und vielleicht sogar in den Profikader schafft - „umso besser”, sagt Pieper weiter. Mindestens bis zur Oberstufe sollen sie begleitet werden.

Um alle interessierten Kicker zunächst fußballerisch einschätzen zu können, findet in der HHG am Freitag, 18. Januar, ein „kleines Scouting-Turnier” statt, wie Pieper die Sichtungsmaßnahme nennt. Los geht es um 15 Uhr. Anmeldung zum Scouting-Turnier unter http://www.alemannia-aachen.de im Internet.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert