Alemannia II und Walheim treffen sich im Finale

Von: Peter Schopp
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Eilendorf kommt nicht mehr ran: Hertha Walheim (in roten Trikots) beendet die Träume des SV, an den Finalspielen der Fußball-Stadtmeisterschaft teilzunehmen. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Drei mal Landesliga (SV Eilendorf, Walheim, Alemannia II) und Bezirksligist Raspo Brand – so lautete die Besetzung des Halbfinales bei der Fußball-Stadtmeisterschaft um den Sparkassen-Cup in Hahn. Am Kitzenhausweg hatte man die Enttäuschung nach dem Ausscheiden des Veranstalters FC Inde Hahn gegen Raspo Brand im Viertelfinale überwunden, die Halbfinals wurden mit Spannung erwartet.

Gleich das erste Spiel war ein Derby-Knaller. Der SV Eilendorf und Hertha Walheim kreuzten die Klingen. Die Hertha begann druckvoll, Eilendorf überließ dem Gegner die Initiative, verlegte sich zunächst aufs Kontern und hatte die große Gelegenheit zur Führung, als nach zehn Minuten Martinez-Walbert alleine auf Walheims Torhüter Rohrberg zulief. Sein Schuss strich aber knapp am linken Pfosten vorbei. Doch Walheim blieb dran und ging nach schönem Zuspiel durch Manuel Krebs in Führung (17.).

Nach einem Abwehrfehler in der Hintermannschaft der Walheimer nutzte Alirazaq Gitimu die Gunst der Sekunde zum Ausgleich kurz vor dem Halbzeitpfiff. Ein Torwartfehler eröffnete die zweite Hälfte, Walheim führte 2:1 nach 53 Minuten. Nach diesem Weckruf war Eilendorf präsenter, der SV drängte auf den Ausgleich und schlug sich selber. Ein Missverständnis in der Abwehr brachte den Walheimern die 3:1 Führung durch Treu. Doch der Druck wurde wieder aufgebaut, Eilendorf verkürzte durch Dennis Körner (82.)auf 3:2 . Ein letzter Kopfball vom gut spielenden Hans Bresser flog über das Tor, der SV Eilendorf war knapp gescheitert und Titelverteidiger Walheim stand als erster Finalteilnehmer fest.

Die Rollen im zweiten Halbfinale zwischen Alemannia Aachen II und Raspo Brand waren klar verteilt, der Underdog kam aus Brand, hatte aber im Viertelfinale Turnierfavorit Inde Hahn besiegt. Und genau so begannen die Grün-Weißen das Spiel, die Initiative ging von Raspo aus. Erst allmählich vertieften die Schwarz-Gelben ihre Bemühungen. Der Neu-Bezirksligist aus Brand interpretierte seine Rolle frech, gab keinen Ball verloren und gestaltete das Spiel aktiver als der Landesligist.

Ein Konter führte dann zur Aachener Führung durch Elvis Masovic, Brand wurde klassisch überspielt. Doch die Brander Spielauffassung war beeindruckend: Ohne Druckverlust wurde der Rückstand akzeptiert und die Spielrichtung beibehalten. Aachen hatte Mühe im Aufbauspiel. Vornehmlich die Brüder Delany und Dennis Arigbe zeichneten sich durch Ideenreichtum beim Aufbauspiel aus.

Das vermeintliche Brander Ausgleichstor wurde wegen eines Handspiels nicht anerkannt, es wäre verdient gewesen. Die kalte Dusche folgte prompt, Roland Kapinga verlängerte eine Hereingabe von der linken Seite per Kopf zum 2:0 für Aachen ins Tor. Am Geschehen änderte sich nichts, Delany Arigbe zeigte eine schöne Einzelleistung über die linke Seite, seine Hereingabe wurde per Eigentor zum Anschlusstreffer versenkt.

Nach der Pause spielte die Alemannia mit, die Partie wurde offener. Wiederum Kapinga erhöhte auf 3:1. Aachen agierte abgeklärt, überließ den Brandern nicht mehr die Initiative drängte auf die Entscheidung. David Vrzogic war es vorbehalten, mit dem 4:1 für klare Verhältnisse zu sorgen. Alemannia trifft nun im Finale auf Hertha Walheim. Die Brander Kraftreserven waren aufgebraucht. Die Beanspruchung aller Teams in der Schlussphase ist bemerkenswert, immerhin absolvierten sie in den letzten sechs Turniertagen je drei Spiele über die volle Distanz. Umso erstaunlicher war die Qualität der Spiele.

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