Alemannia? Hahn stürmt ins Halbfinale

Von: André Schaefer
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Der Konkurrenz voraus: Der FC Inde Hahn (schwarzes Trikot) ließ sich auf dem Weg ins Halbfinale auch nicht vom Überraschungsteam Eintracht Kornelimünster stoppen. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Es war die Szene des Abends: Ein langer Ball, Dennis Arigbe hatte freie Bahn, schaute noch einmal hoch und hämmerte die Kugel mit Wucht ins Netz. Der ganze Sportplatz an der Alten Vaalser Straße stand Kopf und feierte Arigbe, als hätte dieser gerade das goldene Tor in einem WM-Finale geschossen.

Ganz so war es zwar nicht, dennoch ließ sich der junge Angreifer von Eintracht Kornelimünster zu Recht feiern. Denn das war nicht irgendein Treffer, den Arigbe da gerade erzielt hatte. Es war der 1:0-Siegtreffer für Eintracht Kornelimünster gegen niemand Geringeren als Alemannia Aachen.

Man muss schon in alten Geschichtsbüchern blättern, um herauszufinden, wann Alemannia Aachen zuletzt bei einer Fußballstadtmeisterschaft vertreten war. In jedem Fall ist es eine gefühlte Ewigkeit her. Umso größer war am Donnertagabend beim letzten Zwischenrundentag die Vorfreude seitens der Besucher, die sich verwundert die Augen rieben. Denn unterschiedlicher hätten die zwei Gesichter der Schwarz-Gelben, die mit der U23 angereist waren, nicht sein können.

Es war ein Bilderbuchstart der Jungs von Trainer Sven Schaffrath. Mit 5:0 fertigten die Alemannen Borussia Brand ab. Es schien, als sei das Fußball vom anderen Stern, den die Schwarz-Gelben da vor zahlreichen Zuschauern boten. Was dann allerdings bei Alemannias U23 passierte, weiß niemand so richtig. Während alle nur noch über die Höhe des Sieges der Alemannia gegen A-Liga-Aufsteiger Kornelimünster spekulierten, gab es die bereits erwähnte Sensation. Ja, es war überwiegend ein Spiel auf ein Tor, nämlich auf das von Kornelimünsters Torwart Julian Lassen. Doch der behielt am Ende des Spiels die weiße Weste.

Nicht annähernd so schwankende Leitungen zeigte der FC Inde Hahn. Mit 2:0 behielt der Bezirksligist im ersten Spiel gegen Kornelimünster die Oberhand, 3:0 hieß es am Ende gegen Borussia Brand. Und weil Kornelimünster im dritten Spiel gegen Brand zwar mit 2:1 gewann, wegen des schlechteren Torverhältnisses allerdings im Kampf um den Gruppensieg aus dem Rennen war, kam es in der letzten Begegnung zum Showdown. Und zur Frage: Welches Gesicht zeigt die Alemannia nun gegen Hahn? Es war nicht das Gesicht aus dem Spiel gegen Kornelimünster, aber auch nicht das aus dem Spiel gegen Brand. Die Leistung der Alemannia lag irgendwo dazwischen. Heißt konkret: Engagierte Leistung gegen den Bezirksligisten, aber der verteidigte klug, hielt das 0:0 und schnappte den Schwarz-Gelben damit den Gruppensieg weg. „Am Ende sind wir der Depp der Stadt“, sagte ein enttäuschter Alemannia-Trainer Sven Schaffrath. „Der Knackpunkt war die Niederlage gegen Kornelimünster. Das darf uns nicht passieren“, so Schaffrath.

Strahlende Gesichter stattdessen bei den Jungs aus Hahn. „Wir waren heiß auf dieses Spiel und hatten richtig Bock, uns mit der Alemannia zu messen. Wir freuen uns riesig über den Einzug ins Halbfinale“, so Hahns Co-Trainer Bernd Wesemann. Während die anderen Mannschaften den Abend mit einem gemütlichen Bier ausklingen ließen, schrieben einige Alemannen kräftig Autogramme. Auch das gibt es bei der Aachener Stadtmeisterschaft 2013.

Bilder und Infos finden Sie auf unserem Lokalsport-Portal FuPa.net.

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