Alemannia-Geschäftsführer: „Katastrophale Zustände“

Von: hpl
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Hatte sich seine Heimpremiere anders vorgestellt: Geschäftsführer Timo Skrzypski. Foto: Steindl

Aachen. Im Mail-Eingang der Alemannia-Geschäftsstelle herrschte in den letzten 48 Stunden Hochkonjunktur. Anders als beim Dauerkartenverkauf sorgte dies aber keineswegs für Freude. Wie berichtet hatte es beim Heimspiel am Samstag bei den Fans erheblichen Unmut gegeben.

Wer auf die Stehtribüne wollte, musste an der einzig geöffneten Kasse lange Warteschlangen und Verspätungen in Kauf nehmen. Rein organisatorisch kann man wahrlich nicht von einem sauberen Start in die neue Spielzeit sprechen. Was auch Timo Skrzypski mitnichten bestreitet. Doch der Geschäftsführer von Alemannia geht angesichts der von ihm ausgemachten Ursachen und der daraus zu ziehenden Konsequenzen in die Offensive: „Wir haben volles Verständnis für den Unmut der Fans“, unterstreicht Skrzypski. Und er sagt auch: „Das fällt alles auf uns zurück. Ein Image-Schaden, der weh tut.“ Aber dem viel zitierten Schwarzen Peter will er keinen Platz auf dem Tivoli einräumen. Offensichtlich ist es zwischen der Alemannia und dem externen Sicherheitsdienstleister Stölting zu Dissonanzen gekommen. Womit Skrzypski den Verursacher der Situation ausgemacht hat.

Trotz ausführlicher Vorbesprechungen und Besichtigungen vor Ort sei der Dienstleister „seinem Auftrag nur unzureichend nachgekommen“. Der Alemannia-Verantwortliche konkret: „Von ursprünglich 130 durch die Alemannia bestellten Ordnern sind nur knapp 80 zum Dienst erschienen. In Folge dessen konnte aus Sicherheitsgründen nur eine begrenzte Anzahl von Eingängen geöffnet werden. Dem geforderten Service sowie einer Verbesserung der Kontrolle sei der Dienstleister nicht nachgekommen. Geschlossene Kassen bedeuteten gleich lange Schlangen vor den wenigen geöffneten Kassen. Im Vorfeld des Spieles habe man sich eigentlich auch darauf geeinigt, einen zentralen Mitarbeiter des Dienstleisters nicht mehr einzusetzen. Genau der sei aber erschienen, um Personal einzuteilen, sei aber von der Alemannia-Geschäftsführung „zurückgepfiffen“ worden. Warum auch immer – 50 Mitarbeiter hätten daraufhin gefehlt. Um 11 Uhr seien noch keinerlei personelle Engpässe absehbar gewesen.

Skrzypski hatte sich eigentlich auf eine persönliche reibungslose Premiere gefreut, stattdessen habe es Engpässe an allen Ecken und Enden gegeben. Auch die Ein- und Ausfahrtmöglichkeit am Parkhaus sei sehr unbefriedigend gewesen. In dieser Woche wird es klärende Gespräche geben und Skrzypski verspricht den Fans, „dieses Fehlverhalten nicht zu dulden und Konsequenzen zu ziehen“. Am Mittwoch wollen Alemannia, Polizei und der Dienstleister Stölting eine „lückenlose Analyse der katastrophalen Zustände“ vom Wochenende vornehmen.

Das kritisierte Unternehmen begründet den Personalausfall damit, dass es „aus unerklärlichen Gründen eine kurzfristige Absage eines Partnerunternehmens“ gegeben habe, die in der Kürze nicht hätte kompensiert werden können. Konsequenz: Man wolle sich im Bereich der Partnerunternehmen neuorientieren und kurzfristig umdisponieren, „um ab sofort wieder die gewohnte Qualität bei Spielen der Alemannia umzusetzen“. Dafür sei der Bereich Event Secutity bekannt.

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