Alemannia diskutiert mit den Fans

Von: hr
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Aachen. Wie bei der vergangenen Jahreshauptversammlung Ende März angekündigt haben sich am Wochenende Alemannia-Verantwortliche mit rund 70 Fanvertretern getroffen, um über mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten im Verein zu diskutieren, nachdem bei jener Hauptversammlung eine Mitgliederinitiative für eine Satzungsänderung gescheitert war.

Beim 1. Fankongress am Samstag im Tivoli wurden drei Arbeitskreise gebildet, die sich mit den Themen Satzung, Fanverhalten und Mitgliedschaft beschäftigten. Dr. Stephan Osnabrügge, Vizepräsident des Fußballverbandes Mittelrhein, leitete den Arbeitskreis Satzung.

Er lobte die konstruktive Stimmung im Arbeitskreis, dem auch zahlreiche Mitglieder der paritätischen Satzungskommission angehörten, die vor einiger Zeit ihre Arbeit aufgenommen hat. Es herrschte Einigkeit, dass auch künftig alle Gremienvertreter aus der Mitgliedschaft gewählt und nicht bestimmt werden sollen. Weitere Stichpunkte waren die Einführung eines Wahlgremiums, das Kandidaten auf ihre Tauglichkeit überprüfen soll, sowie formale Kriterien für die Besetzung einzelner Posten.

Thomas Schneider leitete als Fanbeauftragter der Deutschen Fußball Liga den zweiten Arbeitskreis. Erster Punkt war die drohende Unterwanderung der Fan­szene von Rechts. Aufgabe der Klubs sei es, durch symbolische Politik immer wieder ihre Haltung gegen Rechts klar zu machen.

Der dritte Arbeitkreis suchte unter Leitung von Alemannia-Pressesprecher Thorsten Pracht nach Impulsen, wie die Mitgliedschaft in Aachens größtem Sportverein interessanter gestaltet werden kann. Neben diversen Vorschlägen zur Gestaltung der Mitgliedstarife wünschten sich die Teilnehmer eine Verbesserung der Kommunikation und mehr Transparenz.

„Wir haben den heutigen Tag sehr ernst genommen. Das wird nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein”, sagte Alemannia-Präsident Alfred Nachtsheim nach dem Kongress. Auch Schneider fand lobende Worte: „Ich würde mir wünschen, dass Veranstaltungen dieser Art häufiger stattfinden. Das ist modernes Vereinsleben. Verständnis füreinander zu entwickeln, geht eben nur im Dialog”, so der DFL-Fanbeauftragte.
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