„Alarm für Cobra 11“: Dreharbeiten an der Vennbahn

Von: Katrin Fuhrmann
Letzte Aktualisierung:
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Dreharbeiten für die Actionserie „Alarm für Cobra 11“: Damit alles reibungslos über die Bühne geht, ist ein 40-köpfiges Team vor Ort. Foto: Andreas Steindl
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Bevor es losgeht besprechen Daniel Roesner und sein Double Lukas noch einmal den Ablauf. Foto: Andreas Steindl
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Und dann geht es auch endlich los. Foto: Andreas Steindl
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Und Schnitt: Jede Szene wird genau beschrieben und festgehalten. Foto: Andreas Steindl
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Beschilderungen weisen Fahrradfahrer und Fußgänger darauf hin, dass Filmaufnahmen stattfinden. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Freitagnachmittag, 13.30 Uhr, Vennbahn Brücke zwischen Brand und Kornelimünster: Lukas (20) klammert sich fest an das Gitter der Brücke. Er atmet langsam tief ein und aus – immer wieder. Dann schließt er die Augen, löst seine Hände von dem Gitter und springt aus rund 20 Metern Höhe in die Tiefe.

Als er nur zwei Sekunden später nach oben blickt und Motivaufnahmeleiter David Küpper (30) den Daumen nach oben zeigt, ist er erleichtert. Die Szene ist offenbar im Kasten.

Bevor Lukas in die Tiefe gesprungen ist, wurde er von einem dreiköpfigen Team mit einem Seil an der Brücke gesichert. Das ist Routine und für Lukas Alltag. Er ist Stuntman – um genauer zu sein: Er ist das Double von Daniel Roesner, der in der RTL-Actionserie „Alarm für Cobra 11“ als Autobahnpolizist Paul Renner an der Seite von Semir Gerkhan (Erdogan Atalay), zu sehen ist. Roesner spielt die schwierigen Szenen nicht selbst, deswegen ist Lukas immer mit dabei.

Für die Herbststaffel und die Folge „Roadtrip“ ist die Vennbahn Brücke am Freitag zur Kulisse für die Serie, die seit mehr als 20 Jahren zum RTL-Abendprogramm gehört, geworden. Bereits am frühen Morgen hatte sich ein 40-köpfiges Team sowie Hauptdarsteller Roesner in Brand eingefunden, um die zwei Motive für die Folge zu drehen.

Die eigentliche Szene, die im Fernseher letztlich nur ein paar Sekunden zu sehen ist, nahm rund vier Stunden Zeit in Anspruch. Immer wieder musste aus anderen Perspektiven gefilmt, immer wieder mussten Requisiten verschoben werden. Für die Stunt-Techniker und Kameraleute bedeutete das viel Arbeit, Genauigkeit und vor allem Geduld.

Immerhin passieren um diese Uhrzeit jeden Tag mehrere Hundert Fahrradfahrer und Fußgänger die Brücke. Warum sollte das an einem Freitagnachmittag, an dem sich auch noch das Wetter von seiner besonders schönen Seite zeigte, anders sein? Fahrradfahrer und Fußgänger wussten nichts von den Dreharbeiten, weil die Produktionsfirma action concept, die Drehtermine nicht öffentlich bekanntgibt.

Und so mussten sich die vielen Fahrradfahrer und Fußgänger am Freitag auf längere Wartezeiten einstellen. Der Ausflug wurde zur Nervenprobe. Denn: Immer wieder kam es auf der Brücke zu Intervallsperrungen. Das kennen die Radfahrer sonst natürlich nicht. Für Hans-Peter Kosunoff (64) war die Wartezeit allerdings kein Problem. Schließlich bekäme man nicht jeden Tag mit, wie eine Actionserie gedreht wird.

Doch nicht alle Fahrradfahrer standen den Dreharbeiten so verständnisvoll gegenüber. Im Gegenteil. „Ich muss zur Arbeit, machen sie Platz und hören sie auf mit diesem Quatsch“, sagte eine Radfahrerin wütend. Ihr passte es nicht in den Kram, dass sie auf Schauspieler und Kameraleute Rücksicht nehmen musste. Sie fahre die Strecke jeden Tag und so eine Verzögerung hätte sie natürlich nicht einplanen können. Im Laufe des Nachmittags hatten sich immer mehr Menschen auf der Brücke versammelt, um bei den Dreharbeiten zuzuschauen.

Das war allerdings nur bedingt möglich. Immer wieder wurden Passanten von der Brücke weggeschickt, weil sie im Bild standen. Auch das ist für die Crew, die das fast jeden Tag mitmacht, Routine. Sie müssen in solchen Fällen die Nerven behalten und dafür sorgen, dass der Dreh reibungslos über die Bühne geht. „Am Set muss alles schnell gehen. Wir haben für jede Aufnahme nur eine gewisse Zeit zur Verfügung“, sagte Magdalena Pelc von der Produktionsfirma action concept.

Übrigens: Paul Renner ist in der Folge mal wieder hinter Ganoven her. Um sein Leben zu retten, springt er mit einer unbekannten Dame in die Tiefe. Ob die beiden wohl sicher landen? Das erfahren die Zuschauer dann im Herbst.

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