Al Gore in den Klassenzimmern

Von: ju
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Praxisorientiertes Projekt: In der Kooperation mit Partnerschulen erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler konkrete Vorschläge zum Umweltschutz. Foto: Andreas Schmitter

Burtscheid. Zehn Tonnen Kohlendioxid, auch bekannt als CO2, pustet der Durchschnittsdeutsche jedes Jahr in die Atmosphäre. Die Schüler des Einhard-Gymnasiums liegen im Schnitt bei elf Tonnen. Das haben sie bereits zum Auftakt ihres Comenius-Projekts heraus gefunden.

Gemeinsam mit Schülern aus Partnerschulen in Lüttich, Luxemburg und Saarlouis im Saarland ermittelten sie im Internet ihren persönlichen Ausstoß etwa durch Konsum, Heizung, Urlaubsreisen und Autofahrten.

68 Schüler, davon 15 vom Einhard-Gymnasium, waren zur zweitägigen Auftaktveranstaltung des zwei Jahre dauernden Kooperationsprojekts gekommen. Hier lernten sich die Schüler, allesamt aus der Mittelstufe, und Lehrervertreter kennen. Gesprochen wurde Deutsch, Französisch und Englisch. „Wir reden nicht nur über die moralischen Aspekte des Klimawandels und der Energieverschwendung”, sagte der 14-jährige Nicolas Bilsdorfer.

„Wir wollen auch Lösungen erarbeiten, wie wir konkret hier an der Schule und privat Energie sparen können: Radio aus, Licht aus, mehr Fahrrad fahren zum Beispiel.” Seine Projektmitarbeiter und ihn hat es überrascht und schockiert, wie groß mittlerweile der Handlungsbedarf beim weltweiten CO2-Ausstoß ist: „Wir müssen das auf zwei Tonnen pro Kopf senken - also um 80 Prozent.”

Das Programm bestand aber nicht nur aus Gruppenarbeit: Gemeinsam sahen sich die Schüler Ausschnitte des Films „Eine unbequeme Wahrheit” von Al Gore auf Englisch an und referierten anschließend darüber. Als Gastdozent begrüßten sie Professor Christoph Schneider von der RWTH zu einem Vortrag über Erderwärmung.

In den kommenden zwei Jahren werden die Schüler nun zusammen zum Thema „Klimawandel - wir arbeiten daran!” kooperieren. Im Mai werden die Teilnehmer vom Einhard-Gymnasium für zwei Tage nach Saarlouis fahren.

Das Comenius-Projekt ist ein EU-Programm, an dem das Einhard-Gymnasium bereits seit zwölf Jahren beteiligt ist. Ziel der teilnehmenden Schulen ist es, sowohl den Europagedanken als auch die Mobilität von Lehrern und Schülern innerhalb der Europäischen Union zu fördern. Namensgeber ist Johann Amos Comenius, einer der bedeutendsten Pädagogen des 17. Jahrhunderts.
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