Akzeptanz von besonderen Kindern im Mittelpunkt

Von: tm
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Luftballons als Wunschboten: Die großen und kleinen Mitglieder des Vereins „Kinderseele” wünschen sich noch mehr Zulauf und Interesse an ihrem Engagement. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Die Akzeptanz von Menschen mit geistigen Erkrankungen ist in der Gesellschaft noch immer gering und gerade bei Kindern oft ein Problem.

Um den hohen Anforderungen besser gerecht zu werden, wurde an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Aachen im März dieses Jahres der Verein „Kinderseele” gegründet.

„Schnelle und gute Hilfe”, so umschreibt Roswitha Harth das Ziel der Förderer. Die ehemalige Leiterin der Janusz-Korczak-Schule gehört zu den Begründern des Kinderseele e.V., der im direkten Verbund mit der Klinik steht. Derzeit umfasst der Verein, der bisher vor allem aus Ärzten, Patienten und deren Umfeld besteht, rund 30 Mitglieder. „Diesen Einzugsradius in Zukunft zu erweitern, wäre ein tolles Ziel”, sagt Harth.

Man möchte Akzeptanz schaffen und die Problematik ins Bewusstsein der Leute bringen, hat aber auch konkrete Ziele. Dazu gehören Ausstellungen mit Bildern psychisch kranker Kinder in Stolberg und Monschau, die Anschaffung eines Bauwagens, um den Platzmangel in der Klinik zu reduzieren und die Hoffnung, eines Tages die nötigen Mittel zu haben, eine Tanzpädagogin finanzieren zu können.

Der Verein helfe, „die Schwelle geringer zu machen”, die im Umgang mit den Kindern häufig erst überwunden werden müsse, freut sich Varinja Blume, die als Ergotherapeutin in der Klinik arbeitet. Bereits nach den wenigen Monaten sei ein positiver Einfluss des Vereins spürbar.

Dieses Jahr unterstützt er auch das Sommerfest der Klinik, das zum fünften Mal stattfand. Dem Verein war es gelungen, auch Alemannia Aachen zu begeistern.

Stadionsprecher Robert Moonen war vor Ort und kommentierte das Torwandschießen, an dem neben den Kindern auch die Ärzte teilnahmen. Für die Zukunft hofft Harth, weitere Unterstützer zu finden, um den Kindern helfen zu können.
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