Aachen - AKV-Sitzung: „Mister Tagesschau“ gibt sein Öcher Debüt

AKV-Sitzung: „Mister Tagesschau“ gibt sein Öcher Debüt

Von: Robert Esser und Albrecht Peltzer
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Konzentrierte Vorbereitung auf eine einzigartige Show: Der Hamburger Tagesschau-Sprecher Jens Riewa lässt sich bei der Generalprobe zur AKV-Fernsehsitzung im Eurogress von AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil (r.) in die Finessen des Öcher Fastelovvends einweisen.

Aachen. Licht an, Ton läuft, Publikum fehlt: „Mister Tagesschau“ Jens Riewa macht im AKV-Karo-Frack trotzdem eine gute Figur bei der Generalprobe am Freitagnachmittag im Eurogress. Bloß mit den karnevalistischen Finessen fern seiner Hamburger Heimat muss sich der prominente Moderationspartner von AKV-Vizepräsident Rolf Gerrards noch anfreunden.

„Auf diesen Auftritt: Oche Alaaf, Oche Alaaf, Oche Alaaf“, ruft Riewa in den leeren Saal, in dem sich nur Techniker, Kameraleute, einige Akteure und Journalisten tummeln. Dann unterbricht die Stimme des Regisseurs aus dem „Off“: „Du Jens, Alaaf antwortet immer das Publikum, Du rufst nur Oche.“ – „Ach so“, sagt Riewa, und fügt schmunzelnd hinzu: „Ich darf das, ich bin die Jungfrau hier.“ Sympathisch, der Mann.

Und man darf tatsächlich davon ausgehen, dass der Fernsehprofi am Samstagabend pünktlich zur knapp dreistündigen Aufzeichnung der AKV-Festsitzung Wider den tierischen Ernst perfekt präpariert ist. Wie gut der Rest der Promi-Riege auf die Ordensverleihung an Ritter Cem Özdemir vorbereitet ist, wird das Publikum im Saal ab 20 Uhr und der geneigte TV-Zuschauer am Montag in der ARD ab 20.15 Uhr beurteilen können.

Die Proben der Stars jedenfalls gehen weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit über die Bühne. Sogar ein Pressefototermin mit Ritter Cem – kaum ein Minütchen – lässt sich nur mühsam in den Terminplan des grünen Partei-Chefs zwängen. Klar, das Fernsehen wartet. „Ich komme gerade aus Davos, Grüne und Wirtschaft können also schon einmal ganz gut miteinander“, erklärt er im Vorbeigehen. Und jetzt? „Jetzt kommt der nächste Schritt in die gesellschaftliche Öffnung und Verbreiterung: Karneval, beziehungsweise Fasching und Grüne.“ Und Abmarsch.

Hinter verschlossenen Türen üben die Comedians Knacki Deuser, Markus Maria Profitlich (als Kaiser Karl) und Dave Davis ihre Parts. Genauso Cem Özdemir. Sogar die Kostümfrage unterliegt schärfster Geheimhaltung. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hält die Laudatio, er reist erst am Samstag an. Ebenso die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer und FDP-Mann Wolfgang Kubicki.

Einzig Vorjahresritter Ottfried Fischer weilt angeblich schon in Aachen, natürlich im Quellenhof. Er lässt sich aber nicht blicken. Sein populäres Konterfei prangt – wie rund 20 andere von Armin Laschet über Margarete Schreinemakers bis Max Schautzer – auf Pappkartons. Die wiederum stehen auf Stühlen an eigens für die Kameraleute ins Regiebuch befohlenen Positionen. Kein Schwenk auf einen Promi ist Zufall, alles bis ins Detail geplant. Auf die Sekunde genau.

Deswegen lässt die Regie bei der Generalprobe auch den kunterbunten Auftritt der Neptun-Tanzkompanie mehrfach wiederholen. Irgendwie will die riesige Muschel im Bühnenbild nicht zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle auftauchen. So käme „unser“ Topmodel Rebecca Mir nebst Tanzpartner Massimo Sinato ganz schön ins Schwimmen. Die liegen nämlich da drin – und schweben zum Thema „Arielle, die Meerjungfrau“ sagenhaft glitzernd und genauso gertenschlank übers Parkett. Da ist die Welle der Begeisterung garantiert.

Sonst sind die lokalen Protagonisten bei der sogenannten Generalprobe unter sich: die Öcher Urgesteine Josef, Jupp und Jüppchen, das geniale Comedy-Duo Naseweiss (Original-Zitat backstage: „Wir teilen uns eine Garderobe mit Rebecca Mir, der Hammer!“), Et Zweijestirn aus Erkelenz und Kinderprinz Tim I. sowie Prinz Thomas II. mit sichtbar dezimiertem Hofstaat.

Tagelang musste der Narrenherrscher mit einer Bronchitis das Bett hüten. „Mir geht‘s schon besser. Ich muss zwar Antibiotika nehmen, fühle mich aber stark genug, wieder einzusteigen“, sagt er. Er freut sich auf die Festsitzung. Genauso wie AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil, der Elferrat, die Öcher Akteure und auch die Fernsehmacher – alles wirkt deutlich entspannter als 2012.

„Das wird eine phänomenale Festsitzung und eine tolle Sendung“, sagt der frühere WDR-Unterhaltungschef Axel Beyer, der nun beratend in Aachen vor Ort ist. Er kennt AKV und Orden von der Pike auf. „So entspannt und angenehm wie dieses Jahr war‘s lange nicht. Alles läuft perfekt.“ So ein Satz macht noch mehr Lust auf das karnevalistische Highlight: mit Licht, mit Ton – und mit Millionenpublikum.

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