AKV: 40 Kilometer Kabel für die jecken Stars

Von: red/re
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Rotzfrech: Comedian Ingo Appelt ist fast schon Stammgast auf der Bühne im Eurogress. Foto: Krömer
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Debüt bei der Aachener Ordenssitzung: Schlagersängerin Wencke Myhre tritt erstmals auf. Foto: dpa
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Scharfzüngig: Aus dem Winterurlaub reist der designierte Ordenritter Gregor Gysi an. Foto: Jaspers
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Politisches Schwergewicht: Der CDU-Europaabgeordnete Elmar Brok spricht in Aachen. Foto: dpa

Aachen. Rund drei Stunden lang wird am kommenden Samstagabend im Europasaal Karneval zelebriert, ehe die Festsitzung des Aachener Karnevalsvereins (AKV) zu Ende geht und die Gäste in die Aftershow-Party eintauchen. Es ist der wichtigste Abend im Kalender des AKV – ein Abend, dem eine ganzjährige Vorarbeit vorausgeht.

Und ein Abend, für den alleine im Eurogress eine ganze Woche lang jede Menge Technik aufgebaut und installiert wird. Damit die auftretenden Stars neben dem designierten Ordenritter Gregor Gysi – etwa Schlagersängerin Wencke Myhre, EU-Parlamentarier Elmar Brok und Comedian Ingo Appelt – perfekte Bedingungen vorfinden. Seit Sonntagmorgen laufen die technischen Vorarbeiten, am Mittwoch beginnen die Proben, Samstag um 20 Uhr wird‘s auf der bunt beleuchteten Showbühne „ernst“.

„Die Planung beginnt eigentlich schon mit Ende der vorherigen Ordensverleihung“, sagt AKV-Vizepräsident Wolfgang Hyrenbach, bei dem im Elferrat alle Fäden zusammenlaufen. „Mit allen Beteiligten machen wir eine Manöverkritik, dann folgen Überlegungen zum technischen Konzept für das kommende Jahr“, so Hyrenbach.

In regelmäßigen Abstimmungen mit Veranstaltungstechnikern und Messebauern werden über das Jahr hinweg Gestaltung und Abläufe besprochen, dazu werden Angebote eingeholt und vieles mehr. Auch Konzepte für den Brandschutz und die Sicherheit der Ehrengäste müssen mit Feuerwehr und Polizei abgestimmt werden.

„Die Organisation ist eine Herausforderung an das ganze Elferratsteam“, sagt Hyrenbach. „Jeder hat seine Aufgabe, um die er sich eigenverantwortlich kümmert. Eine solche Veranstaltung zu organisieren ist nur im Team möglich, wobei jeder Elferrat, alle Ehrenhüte und Ehrenamtler des AKV eingebunden sind und mitwirken.“

Die heiße Phase beginnt am Wochenende vor der Sitzung, wenn im Eurogress der Aufbau startet. Alleine 16 Lkw-Ladungen Material schafft der WDR als übertragender Fernsehsender ins Eurogress. Dazu gehören Lichttechnik, Beschallungs- und Übertragungstechnik, Dekoration, Arbeitsbühnen, ein Kamerakran und vieles mehr.

Die Firma Joy, die für die Ausrüstung des Foyers und des VIP-Bereichs zuständig ist, kommt noch einmal auf zehn Lkw-Ladungen. Gearbeitet wird mit Kränen, Seilzügen und schwerem Gerät. Hinzu kommen Anlieferungen der Sponsoren wie Lindt, Lambertz oder Babor, die ihre Präsentationsstände aufbauen und auffüllen.

„Mehr als 40 Kilometer Kabel werden verlegt: nämlich 33 Kilometer für Beleuchtung und Übertragungstechnik des WDR sowie 7,6 Kilometer für die Party im Foyer und die VIP-Party vor dem Brüsselsaal“, rechnet AKV-Ratsherr Peter Dumonceau vor. Zehn Kameras sowie 340 Lampen und Scheinwerfer hat der WDR im Einsatz, um Auftretende, Ritter und Ehrengäste ins rechte Licht zu rücken.

Der Rote Teppich, über den Gysi, Myhre und Co. ins Eurogress schreiten, gehört zu insgesamt 600 Quadratmeter Teppich, die im Eurogress verlegt werden. Vorher dürfen sich die Gäste des AKV natürlich noch stärken. Dafür werden im Quellenhof rund 470 Essen aufgetischt, nur unwesentlich weniger sind es beim Mitternachtsbrunch im Anschluss an die Sitzung.

Funktionieren kann eine solche Veranstaltung nur durch die vielen Menschen, die am Gelingen beteiligt sind. Alleine die Firma Joy plant mit einem Gesamtaufwand von 1300 Arbeitsstunden, beim WDR und dem AKV sind die Stunden ungezählt, ihre Zahl dürfte aber noch einmal höher liegen.

Rund 1000 Arbeitsausweise stellt der AKV als Veranstalter für das Wochenende aus, darunter sind alle Mitwirkenden auf und neben der Bühne, Security, Hostessen, die Mitarbeiter von Eurogress und dem Caterer LemonPie sowie natürlich die Beteiligten des AKV selbst. Akkreditiert sind auch fast 60 Journalisten, die über die Festsitzung berichten, darunter viele lokale Medien, aber auch überregionale wie dpa, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Welt, Süddeutsche, Bild, Bunte und der Deutschlandfunk.

Deutlich schneller als der Aufbau geht übrigens das Aufräumen danach: Wenn im Foyer die After-show-Party brummt, beginnt im Europasaal bereits der Abbau der Technik und des Bühnenbilds. Am Sonntagabend um 19 Uhr wird man vom großen Festabend des AKV nichts mehr sehen. Aber dann beginnt ja auch schon die Vorbereitung für die nächste Festsitzung Orden wider den tierischen Ernst.

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