„Aktiv gegen Rechts“ greift aktuelle Themen auf

Von: Jessica Jumpertz
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Aachen. Wenn über 70 Initiativen und Organisationen eine Veranstaltung unterstützen, dann spricht das Bände: „Das Besondere unserer Konferenz ist, dass wir Politiker verschiedener Parteien in einem breiten Spektrum und Aktivisten, die sich auf der Straße gegen Rechtsradikale stellen, versammeln“, erklärt Kurt Heiler von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten.

„Wir sind nicht in allen Punkten einer Meinung, aber wir wollen Trennendes hinten anstellen und Gemeinsames betonen.“ Die Regionalkonferenz „Aktiv gegen Rechts“ findet am Samstag, 24. Oktober, zum siebten Mal statt.

Die Regionalkonferenz bietet ein Programm mit Vorträgen, Diskussionen, kulturellen Beiträgen und Arbeitsgruppen. Der Hauptvortrag am Vormittag beschäftigt sich mit dem „Zug der Erinnerung“. Die frühere Ausstellung in dem Zug erinnerte an den Anteil der deutschen Reichsbahn an der Zwangsverschickung von 1,5 Millionen Kindern und Jugendlichen in die Konzentrationslager.

Die kulturellen Beiträge setzen sich ebenfalls mit Rassismus auseinander. Die Grundschule Kohlscheid Pannesheide wurde zum zweiten Mal als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet. Eine der Grundschulklassen führt ein umgeschriebenes Theaterstück auf , das vereinfacht anhand von Tieren den Umgang mit Rechtsextremismus zeigt.

Die angebotenen Arbeitsgruppen behandeln vor allem aktuelle Themen. Die erste Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der AfD und der Analyse rechter Politik in Kommunalparlamenten der Region. Eine Arbeitsgruppe behandelt das Thema „Der Volkstrauertag wird wieder Heldengedenktag“. Diese Gruppe wird sich mit Erinnerungskultur beschäftigen. Präventive Maßnahmen im Zusammenhang mit den Anschlägen auf Flüchtlingsheime und die neuen Herausforderungen an die Arbeit mit und für Flüchtlinge behandelt eine weitere Arbeitsgruppe.

Ein anderer wichtiger Punkt im Zusammenhang mit dem Umgang mit Rechtsradikalismus ist die Entwicklung argumentativer Strategien. Das argumentative Entgegentreten gegen Rassismus und rechte Parolen kann in der vierten Arbeitsgruppe erlernt werden. Die Arbeitsgruppen beginnen mit einem Vortrag und bieten auch die Möglichkeit zur Diskussion.

„Die Besucher sollten Neugier und die Bereitschaft, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, mitbringen“, erklärt Dominik Clemens, VHS Aachen. „Wir wollen auch aktivieren, aber Einzelpersonen mit Interesse sind eingeladen.“

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