Aktionswoche: Alternativen für mehr Mobilität

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
14565688.jpg
Laden ein zum Umstieg vom Auto auf alternative Fahrzeuge: die Organisatoren und Teilnehmer der Mobilitätstestwochen für Betriebe hoffen auf viele Interessenten. Foto: Harald Krömer

Aachen. Diethart Ehms kommt jeden Tag mit dem Rennrad zur Arbeit. Er wohnt in Walheim und schafft den Weg bis zu seinem Büro an der Charlottenburger Allee in rund 24 Minuten. Jetzt ist er im Rahmen der Mobilitätswochen aufs Pedelec umgestiegen.

 „Das ist ein ganz neues Fahrgefühl“, sagt er und glaubt, dass das in Zukunft eine Alternative für ihn sein könnte. „Wenn ich älter bin vielleicht“, sagt er. Etwa 25 bis 30 Unternehmen aus Aachen und der Städteregion nutzen jährlich die Chance, alternative Fahrzeuge auszuprobieren. Eine Reihe von Projektpartnern, darunter die IHK, Stadt Aachen, und Stawag, bieten Betrieben aus der Städteregion die Möglichkeit, bis September alternative Mobilitätslösungen zu testen. Ob Pedelec, Elektroauto, Lastenfahrräder, Car-Sharing oder Bus und Bahn: Die Firmen können für eine Woche buchen, was ihnen am besten gefällt.

Michael Achten, Geschäftsführer des Ingenieurbüros Achten und Jansen, ist begeistert von diesem Angebot. Viele seiner Mitarbeiter kommen aus dem Umkreis, und viele wollen vor allem E-Fahrzeuge ausprobieren. Florian Offer hat sich für ein Elektro-Auto entschieden. „Man entwickelt eine ganz neue Sportlichkeit“, sagt er. Dabei gehe es vor allem darum, die Reichweite bis zum Optimum auszudehnen. An der Raststätte Aachener Land kann er kostenlos Strom „tanken“, aber darüber hinaus gebe es inzwischen jede Menge anderer Ladestationen. „Ich bin überrascht, wie viele es sind“, sagt er.

Bei den Mobilitätswochen bekommt tatsächlich jede interessierte Firma die Chance, sich Gedanken um die eigene „Klimabilanz“ zu machen. „80.000 Autos fahren täglich in die Aachener Innenstadt“, sagt Dr. Armin Langweg, Verkehrsplaner bei der Stadt Aachen. Und die Fahrzeuge seien fast immer nur mit einer Person besetzt. „Das System Auto ist extrem ineffizient“, ist er überzeugt. Nicht zuletzt deshalb favorisiert die Stadt neue Geschäftsmodelle, die unter anderem auch das Laden der E-Fahrzeuge erleichtern sollen.

Andere wollen vielleicht ganz auf ein Auto verzichten und bekommen nun die Chance, kostenlos mit Bus und Bahn zu fahren. Laut Benjamin Haag, Referent der Industrie- und Handelskammer, werden die Mobilitätswochen von den Firmen sehr gut angenommen. Viele sind offensichtlich sensibilisiert und wollen einen Beitrag zu einem verminderten CO2-Ausstoß leisten. „Nach den Testwochen schaffen viele Betriebe Dienstpedelecs für kleine Botengänge an“, sagt Haag. Und auch das ein oder andere Elektro-Auto wird voraussichtlich künftig im Fuhrpark der Betriebe stehen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert